Baracke verschwindet - Neubau kommt

Vaterstetten - Die Baracke am Bauhof wird abrissen, die Dachziegel sind schon runter. Der Neubau an gleicher Stelle wird aber noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Der aktuelle Druck zur Unterbringung von Asylbewerbern hat etwas nachgelassen. Belegte Turnhallen, wie die in Kirchseeon, wurden geräumt. Die großen Traglufthallen in Pliening und Grub stehen. Weitere Projekte im Landkreis wurden zunächst gebremst.

Eine ältere Planung soll aber nun doch umgesetzt werden, das Projekt in Vaterstetten. Vor mehr als zwei Jahren hatte die Gemeinde bereits Baurecht geschaffen. Bauherr ist die Regierung von Oberbayern.

Über viele Monate wurde verhandelt. Ende vergangene Jahres übernahm dann das Bauamt Rosenheim das Projekt. Baubeginn sollte heuer im März oder April sein. Konkrete Pläne wurden allerdings erst Mitte April im Bauausschuss vorgestellt. Die Gemeinde wird sich nun nochmals mit dem Projekt beschäftigen müssen.

Das neue Gebäude soll in Modulbauweise ohne Keller errichtet werden. Die Fassade könnte verputzt oder mit Holz verkleidet werden. Vorgesehen ist ein L-förmiges Hauptgebäude mit einer Länge von rund 45 Metern und einer Breite von rund 26 Metern auf der einen und rund acht Metern auf der anderen Seite.

Zusammen mit einem Nebengebäude für Müll, Lager und Technik sowie einer Pergola für Fahrräder ergibt sich eine U-Form um einen abgegrenzten Innenhof. Das Gebäude mit drei Stockwerken soll ein flach geneigtes Walmdach erhalten. Integriert sind in dem Haus auch Plätze für Vaterstettener Obdachlose. Beide Einrichtungen erhalten separate Eingänge. Der Bauausschuss stimmte der Planung im April mehrheitlich zu.

Ob das Projekt nun genau so ausgeführt wird, ist jedoch fraglich. Wie der zuständige Abteilungsleiter des Bauamts Rosenheim, Rudolf Simhofer, auf EZ-Anfrage erklärte, werde nämlich für die Umsetzung des Vorhabens ein Generalunternehmer beauftragt. Die neue Unterkunft soll aus Modulen bestehen. Dabei werde man sich auch an dem orientieren, was der Generalunternehmer im Angebot habe. Zur bisherigen Planung soll es jedoch nur geringe Abweichungen geben.

Sobald die genaue Ausführung geklärt sei, werde das Verfahren weiter geführt. Die Nachbarn müssten dem Projekt zustimmen und die Gemeinde müsste ihr Einvernehmen erteilen. Gegen den Willen der Gemeinde werde das Projekt nicht umgesetzt.

Diese vorbereitenden Schritte benötigten noch einige Zeit. Baubeginn für die neue Einrichtung könnte laut Simhofer dann im Sommer 2017 sein.

Von Robert Langer

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