So viel nette Kinderpost für ältere, einsame Menschen: Anja Pilopp freut sich für ihre Kunden. 
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So viel nette Kinderpost für ältere, einsame Menschen: Anja Pilopp freut sich für ihre Kunden. 

Vaterstettener Schüler der Grundschule

Kinderpost gegen die Einsamkeit: „Hallo Du“

Vaterstettener Kinder haben Senioren Osterpost geschrieben. Es sind Briefe gegen die Einsamkeit.

Vaterstetten/Zorneding – Viele Omas, Opas, Seniorinnen und Senioren in Vaterstetten und Umgebung haben in diesen Tagen nette Osterpost in ihrem Briefkasten. Die Absender: Anna, Helena, Michel, Nora, Arseni, Benedikt, Charlotte, Ludwig und viele andere Schüler der Grundschule an der Wendelsteinstraße in Vaterstetten. Alle haben gemalt, gebastelt, gedichtet, geschrieben und viele nette Wünschen an all die älteren Herrschaften gerichtet, die über Ostern keine Besucher empfangen dürfen, um nicht krank zu werden.

Damit die Osterbotschaften der Kinder auch wirklich bei einsamen alten Menschen ankommen, hat Kerstin Schlierbach, Religionsbeauftragte der Schule, die Nachbarschaftshilfe (NBH) eingebunden. Sie sollte die Karten, Briefe und Basteleien der Kinder quasi als Zwischenstation erhalten, um sie dann an einsame alte Menschen weiterzuleiten. Das Ergebnis der Aktion: „Überwältigend“, berichtet Anja Pilopp, Leiterin des NBH-Ressorts Betreutes Wohnen zu Hause – Daheim nicht allein. „Wir konnten mit großer Freude bislang mehr als 60 Osterbriefe mit aufmunternden Kindergrüßen weiterleiten. Und vermutlich erreichen uns noch weitere Karten und Glückwünsche, die wir gern weitergeben. Das ist eine wunderbare Aktion gegen die aktuell verordnete Einsamkeit der älteren Menschen.“

Die Briefe erwärmen tatsächlich die Herzen, heißt es dort doch: „Hallo Du, ich hoffe, dieses Bild schenkt dir ein Lächeln. Ich wünsche dir viel Sonne und Glück.“ Oder: „Ich wünsche Ihnen noch viel Glück und Gesundheit in ihrem Leben und hoffe, dass es Ihnen gut geht.“ Oder: „Ich habe keine Oma und Opa. Aber ich habe immer davon geträumt, sie zu haben. Wenn die Quarantäne endet, könnten wir mit ihnen Tee trinken und reden.“ Auf diese Möglichkeit eines entspannten Zusammentreffens von Jung und Alt hoffen jetzt alle Beteiligten.

Pilopp: „Wir wollen diese großartige Idee weiterentwickeln und bleiben in Kontakt.“

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