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Die Grundschule an der Brunnenstraße in Baldham
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Die Grundschule an der Brunnenstraße in Baldham musste nicht, wie zunächst vom Landratsamt mitgeteilt, geschlossen werden.

Coronavirus hält Behörden in Atem

Trotz Coronafällen: Unterricht gesichert - Landrat entschuldigt sich für Meldung zu Schulschließung

  • Robert Langer
    vonRobert Langer
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Um die Corona-Quarantäne Situation an Schulen in der Gemeinde Vaterstetten hatte es am Mittwoch Verwirrung gegeben. Nun scheint die Lage geklärt, der Landrat entschuldigt sich für die Kommunikationspanne.

Landkreis – Landrat Robert Niedergesäß (CSU) spricht von einem Missverständnis in der Kommunikationskette. Dass dieses zu „Fehlinformationen der Öffentlichkeit führte, bedauern wir zutiefst und entschuldigen uns auch im Namen aller zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem bei den betroffenen Kindern und Eltern“, steht in einer Presseerklärung vom frühen Donnerstagabend.

Vermeintliche Schulschließung: Landrat bedauert Kommunikationspanne

Verwirrung hatte es um Informationen aus dem Landratsamt vom Mittwoch gegeben. Klar war, dass in zwei Schulen in Vaterstetten aktuell positive Corona-Tests vorlagen. Zunächst hieß es sogar, die Grund- und Mittelschule müsse komplett geschlossen werden. Dann, in der Nacht zum Donnerstag, änderte sich die Lage: Realschule Vaterstetten: vier Lehrer und eine 9. Klasse in Quarantäne; Grundschule an der Brunnenstraße: 22 Lehrer und die Klasse 3a. Grund- und Mittelschule: nicht betroffen. Schule an der Brunnenstraße: nicht geschlossen. „In den sechs Monaten der Pandemie war das die erste größere Kommunikationspanne, die hoffentlich ein Einzelfall bleibt“, so Niedergesäß nun.

Grundschule Baldham-Brunnenstraße: Rektorat arbeitet die Nacht durch

Der Alternativplan an der Brunnenstraße war aufwendig. „Wir haben die ganze Nacht daran gearbeitet“, betonte Eva Hahn, Rektorin der Grundschule. 19 Lehrer seien in Quarantäne, nicht wie zunächst vom Landratsamt kommuniziert 22. In Zusammenarbeit der Schulämter der Landkreise Ebersberg und München konnten als Ersatz laut Hahn zusätzliche Pädagogen aus der sogenannten Mobilen Reserve eingesetzt werden. „Das sind alles gestandene Lehrer“, betont die Rektorin. Diese stünden mit den Lehrern, die jetzt in Quarantäne sind, in ständigem Kontakt. Informationen würden ausgetauscht. „Wir stehen auch in intensivem Kontakt mit den Eltern“, betont Hahn. Die Situation in der Schule hat Aufmerksamkeit weit über den Landkreis hinaus erregt. Unter anderem war laut Landratsamt ein Fernsehteam eines Privatsenders vor Ort. Dieser soll sogar versucht haben, Kinder zu interviewen.

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Realschule Vaterstetten: Lehrkräfte können Ausfälle auffangen

Etwas entspannter war die Situation am Donnerstag an der Realschule in Baldham (Gemeinde Vaterstetten). „Wir müssen vier Lehrer ersetzen. Das geht noch. Schließlich sind wir insgesamt 80“, erklärt Stefan Gasior, stellvertretende Leiter der Realschule. Eigentlich habe man noch Glück gehaben, dass der Test so früh war. Wenn es im Laufe von weiteren Tagen mehrere Kontakte von betroffenen Lehrern oder Schülern in der Schule gegen hätte, wäre das Ergebnis wohl anders ausgefallen. Die Lehrer würden nun teilweise Präsenz- und teilweise digitalen Unterricht halten. Auch Online-Konferenzen mit den Schülern in Quarantäne seien möglich. Dazu könnten die Lehrer das jetzt ja leere Klassenzimmer nutzen.

Tanja Markefka, stellvertretende Schulamtsleiterin in Ebersberg

Die irrtümlichen Berichterstattung über eine Komplettschließung an der Brunnenstraße hat wohl nicht dazu geführt, dass Schüler der Schule ferngeblieben sind – „soweit wir das wissen“, erklärte am Donnerstag Schulrätin Tanja Markefka. Die Kommunikation sei über die Schulverteiler gelaufen. Die an der Brunnenstraße vom Ausfall der Lehrer betroffenen Schüler würden nicht nur betreut, sondern ganz normal unterrichtet.

Mobile Reserve verhindert Schulschließung

Markefka bestätigte einen intensiven Austausch der Pädagogen in der Quarantäne mit den Lehrern aus der Mobilen Reserve, „damit alle am Ball bleiben“. „Schließlich geht es um das Wohl der Kinder.“ Die Grundschule an der Brunnerstraße hat 260 Schüler. In Quarantäne ist die Klasse 3a mit 24 Kindern. Die zusätzlichen Lehrer der Mobilen Reserve kommen weitgehend als dem Landkreis München, wie Rektorin Hahn erklärt. „Dafür bedanken wir uns ausdrücklich“, ergänzt Schulrätin Markefka.

Der Dank von Landrat Robert Niedergesäß ging unter anderem an das staatliche Schulamt Ebersberg , „das innerhalb kürzester Zeit den ununterbrochenen Schulbetrieb gesichert hat“, sowie die Nachbarlandkreise „die uns tatkräftig mit Lehrkräften unterstützen“. Er sei sicher, dass man „die richtigen Schlüsse gezogen“ habe und in Zukunft gestärkt ähnlichen Herausforderungen begegnen könne.

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