Salatblätter sind ein Leckerbissen für Nacktschnecken, wie sie Wolfram Franke hier in der Hand hält. Foto: J. Rossmann

Einmachgläser schützen vor Schnecken

Vaterstetten - „Es gibt nicht ein Mittel, sondern viele.“ Das erklärte Wolfram Franke beim Tag der offenen Tür in seinem Kreativgarten am Reitsbergerhof Mitgliedern Gartenbauvereins.

Gemeint waren Mittel gegen Nacktschnecken, die über die schönsten Salatpflanzen herfallen.

Eine der Möglichkeiten ist der Einsatz des Tigerschnegels. Das ist zwar auch eine Nacktschnecke, frisst aber gerne Pilze, welke Blätter und eben auch andere Nacktschnecken.

In seinem Garten hat Franke, viele Jahre Herausgeber der Biogartenzeitschrift „kraut&rüben“, Schneckenzäune rund um Beete errichtet. Das Gitter ist am oberen Rand um 30 Grad nach außen gebogen. Da kämen Schnecken dann nicht mehr drüber, so Franke.

Man müsse aber aufpassen, keine Brücken zuzulassen, sprich beispielsweise keine Pflanzen zu nahe am Schneckenzaun wachsen zu lassen. Ein weiterer Tipp, um beispielsweise junge Gurken zu schützen, sei, Einmachgläser über die Pflänzchen zu stülpen. Die Gläser müsse man tagsüber aber wieder abnehmen, weil es unter dem Glas sonst zu warm werden könne. Franke lehnt den Einsatz von chemischen Mitteln in seinem Biogarten ab. Geschädigt werden könnten nämlich auch Weinbergschnecken. Und die seien geschützt. Es gebe gegen die ungeliebten Kriechtiere unter anderem „Globuli“. Diese müssten im Gießwasser aufgelöst werden. Eine regelmäßige Anwendung sei notwendig. Eine Studentengruppe in Kiel soll zudem einen Anstrich entwickelt haben, der so glatt sein soll, dass die Schnecken sich dort nicht halten könnten. Wie erfolgreich diese Möglichkeit aber sind, das bleibt oft offen.

Franke setzt aber auch auf eine „mechanische“ Lösung. Er hat in seinem Kreativgarten Bretterwege, unter denen sich Schnecken sammeln. Sie werden aufgenommen und weggetragen, auf eine Wiese, die etwas 50 Meter entfernt liegt. „Das ist dann so weit weg, da finden die Schnecken nicht mehr zurück.“

Ansonsten steht Franke dem Problem eher gelassen gegenüber. „Kein Garten ohne Schnecken“, meint er und schlägt vor, statt die Schnecken zu bekämpfen, besser die im Garten wachsenden Pflanzen zu schützen. Zudem gibt es zahlreiche Gemüsearten, Kräuter und Sommerblumen, die meistens von den Schnecken verschont bleiben.

Von Robert Langer

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