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Gemeinde gewinnt Internet-Hotspot

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Die Gemeinde Vaterstetten gewinnt bei einer Verlosung. Der Preis: Die Kommune kann einen Hotspot für freies Internet in der Bücherei einrichten. Die Kosten übernehmen für ein Jahr die Stadtwerke München.

Kostenloses Surfen mit eigenen Geräten im Internet: Das soll bald in der Vaterstettener Gemeindebücherei an einem sogenannten Hotspot möglich sein. Dazu hat sich die Kommune mit den Stadtwerken München einen externen Betreiber mit ins Boot geholt. Die SWM hatten ein Preisausschreiben gestartet. Vaterstetten nahm an der Verlosung teil und gewann.  

Der Finanzausschuss des Gemeinderats stimmte nun einem Probebetrieb für ein Jahr zu. Dann wird der Ausschuss entscheiden, ob die Zusammenarbeit weiter geführt wird. Der Zugang zum Internet ist heutzutage für die meisten Menschen unverzichtbar. So liege es laut Rathaus Vaterstetten auch nahe, im Gemeindegebiet für die Bürger freien Internetzugang anzubieten. „Büchereien in unserer Größenordnung haben durch die Bank einen Internetanschluss“, betonte Felix Judt, im Rathaus für die EDV zuständig, in der Ausschusssitzung. Der Zugang solle dabei auch über WLAN mit eigenen Endgerät der Nutzer wie zum Beispiel Handy oder Tablet möglich sein. Zudem biete die Bücherei Ausleihe über das Internet an. Um einem Nutzer die Handhabung zu erklären, sei ebenfalls ein Internetanschluss nötig, so Judt.

 Das Thema ist nicht konfliktfrei. Der Gemeinderat Zorneding hatte einen entsprechenden Beschluss ausgesetzt, wegen rechtlicher Bedenken. Darauf wies auch Judt im Vaterstettener Ausschuss hin: „Als Betreiber steht man in der Haftung.“ Die Gemeinde könnte nämlich bei missbräuchlicher Verwendung der Internetverbindung zur Verantwortung gezogen werden. 

Die Lösung: Ein externer Betreiber. Für die nächsten zwölf Monate die Stadtwerke München. Diese unterhalten bereits seit zwei Jahren mit 21 Hotspots freies WLAN in der Landeshauptstadt, zum Beispiel am Stachus und am Marienplatz. Die Stadtwerke übernehmen sowohl die Störerhaftung als auch die Bereitstellung der benötigten Hardware. „Das WLAN bekommen wir kostenlos, wir müssen nur den Strom zahlen“, so Judt.

Das Angebot gilt für ein Jahr. Wird der Hotspot danach weiter betrieben, entstehen Kosten von monatlich 95,50 Euro bei einer Mindestvertragslaufzeit von drei Jahren. „Das ist relativ viel Geld für das Produkt“, so Judt. Grünen-Fraktionssprecher Axel Weingärtner fragte nach, ob die Anzahl der Nutzer „ausgelesen“ werden könne. Es sei bei diesem Experiment schon interessant, ob das Angebot von täglich zwei oder 200 Personen angenommen werde. Judt erklärte dazu, die Daten könnten ermittelt werden.

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