Nach Unfall bei Vaterstetten

Fast 700 Schweine auf der Autobahn geschlachtet

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Vaterstetten - Tierdrama auf der A 99 bei Vaterstetten. In der Nacht auf Freitag kippte bei der Rastanlage in Fahrtrichtung Salzburg ein Sattelzug um. Im Auflieger befanden sich knapp 700 Jungschweine. Sie wurden vor Ort geschlachtet.

Ein 73-jähriger Brummifahrer aus Norddeutschland war in Richtung Salzburg unterwegs, als er mit seinem Sattelzug gegen 0.45 Uhr kurz vor der Rastanlage Vaterstetten aufgrund eines Fahrfehlers zu weit nach rechts kam und die Leitplanke touchierte. Der Fahrzeugführer konnte den Sattelzug nicht mehr auf die Hauptfahrbahn zurücklenken. Letztendlich kam er zwar im Grünstreifen zum Stehen, kippte aber aufgrund des Böschungswinkels nach rechts ab. Im Sattelauflieger befanden sich rund 670 Jungschweine. Die Bergung des Sattelzuges gestaltete sich sehr schwierig, da ein Aufrichten des Zuges samt Ladung technisch nicht möglich ist. Dies würde zum Aufbrechen des Aufliegers führen. Die verständigte Amtstierärztin war an der Unfallstelle. Nach Auskunft der Autobahnpolizei Hohenbrunn mussten tatsächlich alle 670 Schweine noch vor Ort geschlachtet werden.

Schweinelaster auf A 99 bei Vaterstetten verunglückt

Schweinelaster auf A 99 bei Vaterstetten verunglückt

Für die Dauer von einer Stunde war die Hauptfahrbahn der A 99 in Richtung Salzburg komplett gesperrt.

Nach der Tötung der Schweine und dem Abtransport der Kadaver konnte der Lkw gegen 12.10 Uhr wieder aufgestellt und abgeschleppt werden. Die A 99 ist wieder frei befahrbar.

An der Absicherung der Unfallstelle, der Bergungsmaßnahmen und schließlich der Aufräumarbeiten waren rund 90 Feuerwehrkräfte aus Parsdorf, Feldkirchen, Vaterstetten, Heimstetten, Kirchheim und Unterschleißheim beteiligt. Unterstützt wurden sie durch 15 Kräfte des THW Markt Schwaben

Der Sachschaden dürfte sich im sechsstelligen Bereich bewegen.

Michael Acker

Rubriklistenbild: © dpa

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