Coronavirus: Jens Spahn schlägt Alarm für Deutschland - „Stehen am Anfang einer Epidemie“ 

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So könnte die Siedlung aussehen: Neun Gebäude gruppieren sich im Vordergrund um zwei Innenhöfe. Zu erkennen ist auch der kleine Turm. Eingezeichnet ist zudem der Kreisel. Links die Dorfstraße. Die Straße rechts führt am Kletterwald vorbei nach Ottendichl (Landkreis München). Die anderen Häuser gehören zum Baugebiet Nordwest, das bereits in der Umsetzung ist.

Gemeinde plant auf eigenem Grundstück

130 günstige Wohnungen für Vaterstetten

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Rund 130 günstige Wohnungen sollen zusätzlich in Vaterstetten Nordwest entstehen. Dafür machte jetzt der Bauausschuss den Weg zur intensiven Planung frei.

Vaterstetten – Im Nordwesten von Vaterstetten entsteht derzeit eine Siedlung für 1500 Menschen. Am nordöstlichen Ende des Areals war eigentlich ein kleineres Gewerbegebiet geplant. Stattdessen sollen dort auf einer Nettobaufläche von rund 1,2 Hektar nun in großem Umfang bezahlbare Wohnungen entstehen. Die Kommune hat dies selbst in der Hand, da sie Eigentümer des Areals ist. Jetzt sei eine „Gesamtplanung für das ergeizige Projekt möglich“, so Bürgermeister Georg Reitsberger (FW).

Planerin Mechthild Glaab vom Büro bgsm München stellte in der Sitzung zwei Varianten vor. Berücksichtigt wurden dabei die Vorarbeiten für das ursprüngliche Gewerbegebiet. Die neue Siedlung soll eine ähnliche Dichte und eine ähnliche Höhenentwicklung wie die Bebauung in der Umgebung erhalten. In der vom Ausschuss favorisierten Variante, die Grundlage für die weitere Planung sein soll, sind mehrere Gebäude vorgesehen, die sich um zwei Höfe gruppieren. Ein Gebäude könnte als eine Art Turm etwas höher werden. Grundsätzlich stießen die Vorschläge im Ausschuss auf breite Zustimmung. Lob kam von der SPD.

Gemeinderätin Maria Wirnitzer betonte jedoch auch, die Versäumnisse der vergangenen 15 Jahre beim sozialen Wohnungsbau könnten nicht mehr aufgeholt werden. Kritik ging in Richtung CSU: Während der Ära von Robert Niedergesäß, damals CSU-Bürgermeister, jetzt Ebersberger Landrat, „wurde keine einzige Sozialwohnung gebaut“. Die SPD habe immer wieder Anträge gestellt, habe aber keine Mehrheit gefunden. Wirnitzer wies auch darauf hin, „dass es in dem gesamten Gebiet keinerlei Einkaufsmöglichkeiten“ gebe. Laut der Planerin gebe es die Möglichkeit, in der Erdgeschossebene von Gebäuden an der Dorfstraße Läden unterzubringen. Möglich sei auch eine Bäckerei oder ein Café mit Sitzmöglichkeiten im Freien. Das fand Stefan Ruoff (Grüne) gut. Andere Läden sah er skeptisch. Das seien „Totgeburten“ und verwies auf Beispiele in der Fasanen- und der Brunnenstraße. Ein Tante Emma-Laden wäre schön, so Renate Will (FDP). Das würde aber wohl nicht funktionieren. Die Planerin kann sich einen kleineren Bioladen oder einen Obstladen durchaus vorstellen, jedoch keinen großflächigeren Discounter. Der Grund seien unter anderem Vorgaben für Parkplätze. Roland Meier (FW) merkte an, im neuen Baldhamer Zentrum sei der Versorger samt Parkplätzen auch im Tiefgeschoss.

Bürgermeister Reitsberger setzt auf Tempo. Nun soll unverzüglich weiter geplant werden. Der Bau könnte mit unterschiedlichen Ansätzen umgesetzt werden, möglicherweise teilweise auch als Genossenschaftslösung. Zur Erschließung ist eine Bushaltestelle vorgesehen. Die Autoteiler würden ihr Car-Sharing-Projekt in Nordwest auf die neue Siedlung ausweiten. „Eine kleine Kneipe wäre auch gewünscht, für einen Absacker am Abend“, so der Rathauschef.

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