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Leonhard Spitzauer ist Chef der Feuerwehr Parsdorf-Hergolding. Der 33-Jährige will auch Chef der Gemeinde Vaterstetten werden.

Leonhard Spitzauer bewirbt sich in Vaterstetten

33-jähriger Feuerwehrkommandant will die größte Gemeinde im Landkreis Ebersberg führen

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Es ist noch etwas Zeit bis zu den Kommunalwahlen im März 2020. Doch nach und nach bringen sich die Parteien in Stellung, was die Bürgermeisterposten angeht. Die Vaterstettener CSU hat mindestens zwei Bewerber.

Vaterstetten - Im März 2020 wählen die Vaterstettener einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Georg Reitsberger von den Freien Wählern darf nicht erneut kandidieren, weil er dann die Altersgrenze überschritten hat.

Am Samstag, 26. Januar, befasste sich der CSU-Ortsvorstand mit der Frage, wen die Partei ins Rennen um die Nachfolge von Reitsberger schicken soll. Ergebnis der Beratungen ist nach Angaben des Ortsverbands, dass es zwei Bewerber um die CSU-Bürgermeisterkandidatur gibt: den 33-jährigen CSU-Gemeinderat Leonhard Spitzauer und den 57-jährigen parteilosen Juristen Robert Winkler, Leitender Ministerialrat im bayerischen Umweltministerium.

Leonhard Spitzauer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Parsdorf-Hergolding seit 2015, gehört dem Vaterstettener Gemeinderat seit 2016 an: „Als junger Kandidat habe ich die Perspektive, das Amt des 1. Bürgermeisters  über mehrere Amtsperioden auszuführen und mit frischem Wind die Gestaltung unserer Gemeinde voranzutreiben. Mit der Kommunalpolitik bin ich als Mitglied des Gemeinderates und umweltpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion bestens vertraut. Eine bürgernahe Politik ebenso wie offene Diskussionen sind mir besonders wichtig. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, und bringe die erforderliche Durchsetzungskraft für die Ausführung des Bürgermeisteramts mit.“

Robert Winkler, der von 2008 bis 2011 Mitglied des Vaterstettener Gemeinderats und Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen war: „Ich bin ein wertkonservativer Grüner und war aus Überzeugung stets parteilos. Seit 54 Jahren lebe ich in Vaterstetten. Es wäre reizvoll für mich, als Höhepunkt meiner beruflichen Karriere meiner Heimatgemeinde als Bürgermeister zu dienen. Ich will mich für eine solide Haushaltspolitik einsetzen, dem Substanzverzehr bei den gemeindlichen Liegenschaften entgegenwirken und mich intensiv um die Umwelt- und Energiepolitik kümmern.“

Der 30-jährige CSU-Gemeinderat Benedikt Weber, der für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC arbeitet, kündigte an, das Amt des 2. Bürgermeisters anzustreben; Amtsinhaber Martin Wagner steht für eine weitere Amtszeit als Vize-Bürgermeister nicht zur Verfügung.

CSU-Ortsvorsitzender Michael Kundler kündigte einen breiten Dialog mit der eigenen Parteibasis, mit den politischen Mitbewerbern und mit der politisch interessierten Öffentlichkeit an: „Wir wollen das ähnlich machen wie die CDU, als sich im vergangenen November Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn um die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Vorsitzende bewarben. Eine wichtige Rolle bei diesem Meinungsbildungsprozess spielen auch unsere drei Arbeitsgemeinschaften, die Junge Union, die Frauen-Union und die Senioren Union. Und wir werden intensiv in die Bevölkerung hinein-hören.“

Aktuell ist geplant, die Entscheidung zwischen Spitzauer und Winkler am 18. Juli in einer Ortshauptversammlung zu treffen. Kundler: „Selbstverständlich können sich bis dahin noch weitere Bewerbungen ergeben. Wir werden Wahlkabinen aufstellen.“ Bei dieser Ortshauptversammlung soll – wie 2013 – ein Beschluss gefasst werden, dass der CSU-Kandidat auch von anderen Parteien als Bürgermeisterkandidat nominiert werden kann. Kundler kündigte entsprechende Gespräche mit allen am Ort aktiven Parteien und Gruppierungen – mit Ausnahme der AfD – an.

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