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Landrat Robert Niedergesäß und Schulleiter Rüdiger Modell (hinten von links) mit den Preisträgern der Stiftung Eliteförderung: Pauline Koniarczyk, Amelie Göpfrich, Chiara Mayer, Lisa Rohrmoser, Martin Löbert und Simon Griesinger (vorne von links). 

Abi-Feier in Vaterstetten

Freude, Neugier und gespannte Erwartung

So ganz kamen die Redner bei der Abiturzeugnisverleihung im Vaterstettener Humboldt-Gymnasium nicht am Thema Fußball-Weltmeisterschaft vorbei, auch wenn Landrat Robert Niedergesäß heuer im Gegensatz zu früheren Jahren auf sein Fußballtrikot verzichtet hatte: „Schließlich stehe ich hier vor Siegern.“

Vaterstetten – Über das Glücksgefühl des Zufalls sinnierte Schulleiter Rüdiger Modell: Die Fußballnationalmannschaft hätte nicht einmal gegen Schweden gewonnen, wenn Toni Kroos nicht in der 96. Spielminute den Ball mit dem Quäntchen Glück ins Tor geschossen hätte, und auch die Schüler hätten dieses Gefühl sicher schon einmal erlebt, wenn während einer Schulaufgabe die Lösung einer scheinbar unlösbaren Aufgabe auf dem Blatt des Nachbarn ganz zufällig lesbar war.

Glück sei allerdings nicht nur Zufall, jeder könne selbst viel dafür tun: „Das eigentliche Glück hängt nicht von bloßen Zufällen und momentanen Gefühlen ab. Es ist eine Frage der bewussten Haltung zum Leben in all seinen Gegensätzen. Leben ist nicht nur Erfolg, sondern auch Misserfolg; nicht nur Zufriedenheit, auch Unzufriedenheit; nicht nur Tun, auch Lassen. In Heiterkeit und Gelassenheit kommt dieses Glück am besten zum Ausdruck: Eine Grundstimmung, die das Leben auch dann trägt, wenn es schwierig wird.“ Modell wünschte seinen Absolventen, dass sie einen Beruf finden, der mehr als nur ein Job für sie ist, damit einem glücklichen und sinnerfüllten Leben nichts mehr im Wege steht.

Die beiden Abiturienten Lukas Wenzel und Daniel Klinger ließen in ihrer Rede die vergangenen Schuljahre Revue passieren und fanden Parallelen zwischen ihrem ersten und letzten Schultag: „Wir sind erfüllt von Freude, Neugier und gespannter Erwartung.“ Im Laufe der Zeit hätten sie ihren Weg durch das Labyrinth der Schule gefunden, „trotz kryptischer Raumbezeichnungen“ und in manchen Jahren sei so viel passiert, dass mancher Schüler das Jahr gleich zweimal durchlebt habe. Das Betriebspraktikum habe vielen aufgezeigt, wie gut sie es doch in der Schule hatten, auch wenn das Sozialleben deutlich höhere Priorität als die Schule genossen habe. Stolz merkten sie am Ende an, dass der Abiturdurchschnitt ihres Jahrgangs bei respektablen 2,2 liegt und sogar der Schulleiter freiwillig und mit Spaß am Abistreich teilgenommen hat. Tatsächlich hat über ein Drittel der Absolventen in der Abiturnote eine Eins vor dem Komma stehen, die Traumnote 1,0 erreichten Pauline Koniarczyk und Martin Löbert. Mit den Abiturzeugnissen wurden auch zahlreiche Sonderpreise für herausragende Leistungen in den Fächern Mathe, Physik, Bio, Chemie und Latein überreicht. Sechs Schüler wurden von der Stiftung Eliteförderung für ihre Leistungen in Deutsch und Französisch ausgezeichnet.

Susanne Edelmann

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