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„Was uns der liebe Gott geschenkt hat, das sollten wir auch nutzen“, sagt Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger, der auch Landwirt ist. 

Aktion in Vaterstetten

Dieser Bürgermeister sammelt Äpfel

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Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger will nicht länger zusehen, dass Äpfel in Komposttonnen landen. Deshalb hat er sich eine Aktion ausgedacht.

Vaterstetten– „Was uns der liebe Gott geschenkt hat, das sollten wir auch nutzen“, sagt Vaterstettens Bürgermeister Georg Reistberger gegenüber der Ebersberger Zeitung. Konkret geht es um Äpfel: „Ich habe gesehen, wie viel Obst aus Privatgärten in der Komposttonnen landet und dann beim Ausladen auf dem Komposthof rumkullert. Das war der Auslöser. So etwas ist doch schade. Das ist kein Abfall, das sind edle Früchte.“

Reitsberger, der auch Landwirt ist, schlägt einen anderen Weg vor, von dem vor allem Kinder profitieren sollen. Bürger sollen die Äpfel zu ihm auf den Hof bringen. Wenn man das Obst im Garten sowieso schon aufhebt, dann könnte man es auch abliefern, so seine Überlegung. Auf dem Reitsberger-Hof steht schon seit vielen Jahren eine Obstpresse. „Wir sind entsprechend eingerichtet.“ Das Saft kommt anschließend in spezielle Boxen und kann dann bis zu zwei Jahre gelagert werden. In anderen Orten würden die Gartenbauvereine diese Aufgabe übernehmen, so Reitsberger. Auch über den Landschaftspflegeverband würden Äpfel gepresst. Gedacht ist daran, den Saft aus Vaterstetten kostenlos an Kindergärten abzugeben. „So etwa macht schon seit Jahren die Nachbargemeinde Grasbrunn.“ Dort übernehme die Kommune die Kosten für die Äpfel von Bäumen auf öffentlichen Flächen. Auch der dortige Bauhof sei dabei im Einsatz.

Laut Reitsbergers Vorschlag sollen in Vaterstetten zumindest die finanziellen Aufwendungen, beispielsweise die Kosten für die Boxen oder für die Energie, über das Rathaus bezahlt werden. So etwas zu sagen, sei für ihn schon schwierig, räumt Reitsberger ein, da er ja schließlich auch der Bürgermeister sei. Er ist gerade dabei, den Gartenbauverein einzubeziehen. „Die haben ebenfalls Interesse an einer sinnvollen Verarbeitung.“ Damit gebe es auch eine ehrenamtliche Komponente. Sein Hof werde sich ebenfalls einbringen. Er selbst stehe in seinem Urlaub an der Saftpresse.

„Wir sind kein klassisches Obstanbaugebiet, aber der Apfelsaft hat wegen seiner Säure einen guten Geschmack“, lobt Reitsberger das Ergebnis aus der Presse. Befürchtungen, es könnten beispielsweise angefaulte Äpfel in die Presse kommen, widerspricht er. „Das Obst wird bei uns sortiert und gewaschen, bevor es weiter verarbeitet wird.“ Nun hofft er auf das Gelingen der kurzfristig angesetzten Aktion. Abgeliefert werden könnten die Äpfel jederzeit. „Wir haben dafür eine Kiste aufgestellt.“

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