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An der Schule in Parsdorf soll aufgestockt werden, wenn es nach der Leitung geht.

Zu viele Kinder, zu wenig Platz

An Vaterstettener Schulen wird‘s immer enger

  • Robert Langer
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Die Gemeinde Vaterstetten wächst, Baugebiete werden ausgewiesen, Familien ziehen zu. Bedeutet auch: mehr Kinder, mehr Schüler. Da wird es eng in den Bildungseinrichtungen. Und auch der Bedarf an Hortplätzen steigt.

Vaterstetten – Ein Bespiel ist die Schule in Parsdorf. Dort nutzen Kinder für den Gruppenunterricht unter anderem das Lehrerzimmer oder den großen runden Tisch im Büro der Rektorin Ellen Riebesell. Sie sagte jetzt im Familienausschuss des Gemeinderates: „Wir brauchen dringend ein zusätzliches Klassenzimmer“ und schlägt eine Aufstockung über der Aula vor.

Renate Will (FDP) fordert, angesichts dieser Entwicklung endlich ein Gesamtkonzept zu entwickeln. „Alles andere ist Flickschusterei.“ Es gehe auch nicht darum, hier oder dort mal einen Hort zu eröffnen. „Wir können uns nicht hinsetzen und sagen wir bessern nach, wir bessern nach, wir müssen auch einmal agieren.“ Will verwies auf die Planungen auf Landkreisebene mit dem Masterplan Schulen für die kommenden Jahre. Von Seiten der Rathausverwaltung heißt es: „Wir brauchen dazu aber dann auch das entsprechende Personal.“

 „Das sind große Probleme“, so Christl Mitterer (CSU). „Natürlich bräuchten wir ein Konzept. Aber wir haben das Geld nicht und haben das Personal nicht.“ Die Gemeinde habe Stellen im Stellenplan, die nicht besetzt werden könnten, weil man niemanden finde. Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler) betonte. „Das sprengt für heute den Rahmen“ und kündigte an: „Wir müssen uns mit dem Thema ausführlich befassen.“

Im Rathaus geht man generell von einem weiteren Anstieg der Schülerzahlen in den Grundschulen, aber auch in der Mittelschule aus. „Dies setzt die entsprechenden Raumkapazitäten für Schule und Nachmittagsbetreuung voraus.“ Zusätzlich zu berücksichtigen sei, dass möglicherweise Klassen künftig bereits bei einer geringeren Schülerzahl als bisher geteilt werden könnten, was zusätzliche Klassenräume bedingen würde.

Einen Einfluss hätte auch der Familiennachzug von anerkannten Flüchtlingen, die „Ganztagsgarantie“ der Bayerischen Staatsregierung und die mögliche Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler ab dem Jahr 2025 durch die Bundesregierung. Je nach Konzept könnte auch eine Mensa notwendig werden. Und es geht laut Verwaltung um eine mögliche Kostenfreiheit von Betreuungsplätzen und eine dadurch möglicherweise steigende Nachfrage. Um klarere Aussagen treffen zu können, regt die Verwaltung eine Fortschreibung der Einwohner- und Kinderbedarfsprognose im Jahr 2019 an, unter Berücksichtigung der aktuell im Bau beziehungsweise in Planung befindlichen Neubaugebiete. 

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