Großbrand im Europa-Park Rust: Fahrgeschäfte brennen 

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Ein neuralgischer Punkt: Das Ostkreuz München mit der Kreuzung der A 99 und der A 94 muss wegen der Verkehrsbelastung ausgebaut werden. Dazu sind über dem bestehenden „Kleeblatt“ in einer weiteren Ebene zusätzliche Spuren geplant. 

Autobahn-Ostkreuz soll umgebaut werden

Abbiegen eine Ebene höher

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Auch wenn es große Veränderungen an den Autobahnen rund um Vaterstetten gibt, der Gemeinderat  sieht darin kaum Auswirkungen auf die kommunale Umfahrung Parsdorf/Weißenfeld. Umgeplant wird dennoch.

Von Robert Langer

Parsdorf/Vaterstetten – Der Fachbegriff heißt „Overflys“. Weil die derzeitige Verkehrsführung am Autobahn-Ostkreuz mit seiner „Kleeblattform“ nicht ausreicht, um die Belastung zu bewältigen, sollen ähnlich wie ein Hufeisen geschwungene Abbiegespuren zweistreifig über die bisherigen Fahrbahnen gebaut werden. „Die sind weit oben“, räumte Stefan Eid (Autobahndirektion Südbayern) bei der Präsentation der Pläne im Gemeinderat Vaterstetten ein. Dazu kommen auf der neuen Ebene noch hohe Lärmschutzwände.

Die Nord-Süd-Verbindung A 99 wird derzeit achtstreifig erweitert. Als Folge wird auch die A 94 in Richtung Passau ausgebaut. Bedeutet: Vom Ostkreuz nach Parsdorf wird es bis zu zehn Fahrbahnen geben, jeweils drei für jede Fahrtrichtung plus jeweils zwei Einfädelspuren auf jeder Seite.

In diesem Bereich der A 94 ist für das Umfahrungssystem Parsdorf/Weißenfeld der Gemeinde Vaterstetten (Gesamtkosten über 20 Millionen Euro) eine Brücke geplant. Vorgesehen ist ein Anschluss an den schon bestehenden Kreisel nördlich der A 94 (Heimstettener Straße) in Richtung München, dann die Querung der Autobahn und eine Trasse, die zum einen nördlich um Weißenfeld herumführt, zum anderen den Verkehr an Parsdorf vorbei nach Süden leitet. Mit den neuen Plänen der Autobahndirektion muss die Brücke nun deutlich größer werden, Spannweite bisher 42 Meter, künftig 68 Meter.

Zweite Folge der Erweiterung: Mit dem Ausbau der A 99 südlich des Ostkreuzes soll auch die bisherige Verbindung Weißenfeld-Feldkirchen (Landkreis München) gekappt werden. Angedacht ist eine neue Unterführung weiter südlich sowie eine neue Straße im Westen der A 99 in einem Bogen an den Knotenpunkt im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Feldkirchen-Ost.

Damit flammte die jahrelange Diskussion wieder auf. Für Vaterstettens Freie-Wähler-Bürgermeister Georg Reitsberger („Wir sollten das nicht blind weiterverfolgen“) und andere Kritiker der Umfahrung Parsdorf/Weißenfeld ist jetzt die Zeit gekommen, das ganze Projekt infrage zu stellen. Auch über eine aufgegebene Planung für eine Südumfahrung von Weißenfeld wird wieder geredet. Die Befürworter hingehen sehen dazu keinen Grund. „Wir haben die beste Variante mit der größten Entlastung ins Verfahren gegeben“, so CSUFraktionssprecher Michael Niebler. Ein „Umschmeißen“ wäre das Ende des Projekts insgesamt, so Niebler. „Die Zeit ist nicht mehr da.“ Dabei geht es vor allem um die Finanzierung. Denn der Investor im neuen Gewerbegebiet Parsdorf hat sich verpflichtet, wegen der zusätzlichen Verkehrsbelastung rund 4,5 Millionen Euro für das Projekt beizusteuern. Bedingung: Bis Ende 2023 muss der nördliche Teil der Umfahrung samt der Autobahnbrücke „verkehrswirksam“ sein. Man könne ja noch einmal mit dem Investor verhandeln, meinte jetzt Reitsberger gegenüber der Ebersberge Zeitung.

Wann der nächste Umbau am Ostkreuz und an der A 94 beginnt, steht noch nicht fest. In die konkrete Planung soll aber wohl im kommenden Jahr eingestiegen werden.

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