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Gratulation für Peter Dingler von AWO-Präsidentin Nicole Schley (l.) und Regina Besch. 

AWO-Ehrenmedaille

Vaterstetten: Hohe Auszeichnung für Peter Dingler

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Mehrmals verlieh das ehemalige Bezirksvorstandsmitglied der oberbayerischen Arbeiterwohlfahrt (AWO), Peter Dingler, die Ehrenmedaille an verdiente AWO-Mitglieder für ihr ehrenamtliches Engagement. Jetzt wurde diese Auszeichnung dem ehemaligen Vaterstettener Bürgermeister selbst zuteil.

Vaterstetten – Nicole Schley, Präsidentin des Bezirksverbandes Oberbayern, hob bei der Verleihung hervor: „Was Sie, lieber Peter Dingler, immer auch besonders auszeichnet, ist ihr Herz für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. So haben Sie als Jurist in anwaltschaftlicher Funktion schon oft kostenlos Familien vertreten, die sich einen Anwalt nicht leisten und daher für ihr Recht auch nicht kämpfen könnten, zum Beispiel bei Hartz IV-Bescheiden oder in Unterhaltsstreitigkeiten.“ Im Landkreis Ebersberg sei Dingler als „sozialer Anwalt“ bekannt.

Als im Jahr 2011 kurzfristig eine Jugendherberge absagte, stellte Dingler sein elterliches Haus in Niederbayern für den Ebersberger AWO-Kinderhort zur Verfügung, damit die jährliche Hortfahrt nicht abgesagt werden musste. Zusätzlich habe er während dieser Hortfahrt auch noch vier Tage ehrenamtlich die Mitarbeiter und 30 Kinder begleitet, so Schley.

Hinzu komme noch sein Einsatz für die AWO auf Bezirks- und Bundesebene. Mit der Leiterin der Abteilung Mitgliederorganisation/Bürgerschaftliches Engagement, Regina Besch, sei er rund sechs Jahre zu fast allen oberbayerischen AWO-Kreisverbänden gefahren, um durch Beratung und Unterstützung die Nähe zur Basis zu intensivieren. Dingler sei bei einzelnen Verbänden vor Ort als Konflikt- und Krisenmanager gefragt gewesen. Ebenso habe er ehrenamtlich auf zahlreichen Info-Veranstaltungen zum Vereinsrecht und Versicherungsschutz für Kreisverbände, Ortsvereine und Mehrgenerationenhäuser Vorträge gehalten. Sein Engagement sei besonders zu würdigen, da Dingler wegen einer vererbten Erkrankung größere Augenprobleme habe. Obwohl diese Erschwernis beim Lesen oder schriftlichen Ausarbeitungen mehr Mühe und Zeit bedeutet habe, scheute er nie den zusätzlichen erforderlichen Aufwand. „Sie leben die sozialpolitischen Aufgaben der AWO mit Leib und Seele für alle Menschen vom Krippen- bis ins Seniorenalter“, sagte die Laudatorin.

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