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Zufrieden mit dem Ergebnis: Leiterin Josefine Huber und Architekt Alexander Grund im Keller. Eigentlich sollten hier Kinderwagen stehen. Nun wurde daraus ein zusätzliches Esszimmer. 

Neue Einrichtung in Baldham auf Brennerei-Gelände

Kita statt Schnaps

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Es gab einige „Klimmzüge“, erklärt Architekt Alexander Grund. Die neue Kindertagesstätte „Alte Brennerei“ in Baldham-Dorf wird am Freitag offiziell eingeweit

Baldham-Dorf – Auf dem Grundstück am Ortsrand von Baldham-Dorf stand früher eine Brennerei, betrieben von einer örtlichen Genossenschaft. Mit dem Ende des Branntweinmonopols war die wirtschaftliche Grundlage weggefallen. Die Eigentümer entschlossen sich zu einem Abriss des Gebäudes und für einen Neubau, der weiter im Eigentum der Genossen blieb. Im Erdgeschoss sollte ein Gewerbebetrieb einziehen. Dafür waren mehrere große Tore in der Außenmauer geplant sowie Lagerflächen im Keller. Zudem waren in den Obergeschossen Wohnungen vorgesehen.

Doch dann brauchte die Gemeinde dringend Krippenplätze. Die Brennerei-Genossen, überwiegend Gemeindebürger, sprangen ein. Da war der Bau des Gebäudes aber schon weit fortgeschritten. In dieser Phase wurde umgeplant, mit entsprechenden Folgen. Unter anderem wurde ein Lastenaufzug für den Gewerbebetrieb stillgelegt, ein anderer zu einem Personenaufzug umgebaut. Aus den vorgesehenen Toren wurden große Fenster. Das sei überhaupt kein Problem, so die Leiterin der Kinderland-Einrichtung, Josefine Huber. „Ganz im Gegenteil. Wir sind sehr froh darüber, weil wir sehr viel Licht in den Räumen haben.“ Und die Kinder könnten ins Freie schauen.

Das gesamte Erdgeschoss wurde umgeplant. „Das ist eine größere Herausforderung als ein Neubau“, erklärt Architekt Grund aus Weißenfeld, der bereits für den Umbau der dortigen Brennerei zu einem Kindergarten zuständig war. In Baldham-Dorf wurden Wände herausgerissen, andere neu gesetzt. Um genügend Platz für vier Gruppenräume zu haben, wurde ein Nebengebäude, eigentlich als Garagen gedacht, in die Betreuungseinrichtung einbezogen. Dass in dem gemauerten Raum eigentlich Autos stehen sollten, sieht man heute nicht mehr, wenn dort fröhlich Kinder spielen.

Als Glücksfall erwies sich für die Einrichtung der Lagerkeller. Dort entstand unter anderem ein großer Bewegungsraum. Als Dämpfer wurde im Boden eine Korkschicht eingebaut. An der Decke wurde Schallschutz installiert. Zudem gibt es im Untergeschoss einen großen Speiseraum, das „Kinderrestaurant“, wie an der Türe steht. „Das macht auch pädagogisch Sinn“, so Huber. Das Mittagessen finde getrennt vom normalen Gruppenraum statt, obwohl es dort auch eine kleine Küchenzeile samt Backofen beispielsweise für Weihnachtsplätzchen gibt. Im Keller wurde ein weiteres Esszimmer für die Kleinen eingerichtet. Eigentlich war ein Abstellraum für Kinderwagen geplant. Jetzt stehen dort kleine Tische. Für die Transportmittel der Kleinen wurde Platz im Eingangsbereich gefunden. „Es funktioniert“, freut sich Huber. Die Vertreter der Einrichtung wurden übrigens beim Umbau eingenbunden, was von allen Seiten als positiv beurteilt wurde. 

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