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Katze lebendig zerstückelt und auf Spielplatz verteilt: Blutige Waffe entdeckt - Kopfgeld steigt und steigt

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Von: Josef Ametsbichler

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Eine Katze (Symbolbild)
Ein Tierquäler hat in Vaterstetten eine Katze grausam verstümmelt und getötet. © dpa

Ein schockierender Fall von Tierquälerei hat sich in Vaterstetten ereignet: Ein Unbekannter übersäte einen Spielplatz mit den Teilen einer getöteten Katze.

Update 27. Juni, 15.38 Uhr: Das Kopfgeld steigt auf 3500 Euro: Auch der Tierschutzverein München e.V. lobt 1000 Euro Belohnung aus für Hinweisgeber, die zur polizeilichen Ergreifung des Täters beitragen. Das teilte der Verein soeben über seine Öffentlichkeitsagentur „WÖF“ der Redaktion mit. Ein weiterer privater Spender hat gegenüber der Redaktion 250 Euro Beteiligung an der Auslobung des Tierschutzvereins Ebersberg zugesagt. Es waren nicht die letzten Beiträge.

Update 27. Juni, 12 Uhr: Privatleute haben das auf Hinweise zur Ergreifung des Täters ausgesetzte Kopfgeld mittlerweile um 1250 auf 2250 Euro erhöht. Die Summe setzt sich zusammen aus 1000 Euro, die der Tierschutzverein ausgelobt hat sowie weiteren 1000 Euro, die dem Tierschutzverein zugesagt worden sind, teilt Vereinschefin Evelyn Bauer der EZ mit.

Zudem hat ein Anwohnerkollektiv um die Vaterstettenerin Petra Mackh weitere 250 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Aufklärung des Falls beitragen. „Wir möchten unbedingt, dass dieser Tier- und Kinderhasser gefasst wird“, so Mackh. Den Spielplatz hätten auch ihre Kinder genutzt. Zur Tat sagt sie: „Das ist jenseits jeder psychischen Normalität.“

Polizei lobt versprochene Geld-Belohnung für Zeugen von Privatleuten

Die Polizei lobt die Initiative der Tierfreunde mit dem Belohnungsgeld für Zeugenhinweise. „Das ist eine gute Sache“, sagt Manfred Winter, stellvertretender Dienststellenleiter der PI Poing, am Telefon zur Ebersberger Zeitung. Im Falle einer Ergreifung des Täters könne man in Rücksprache mit dem zuständigen Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt die Übergabe der entsprechenden Summe veranlassen.

Update 27. Juni, 11.25 Uhr: Engagierte Anwohner haben im Umkreis des Tatorts eine blutige Axt gefunden, die als wahrscheinliches Tatwerkzeug bei der grausamen Katzen-Tötung von Vaterstetten infrage kommt. Das bestätigte die Polizeiinspektion Poing der Redaktion auf Anfrage.

Spurensicherung sucht nach DNA und Fingerabdrücken auf blutiger Axt

Die Waffe sei mittlerweile sichergestellt und werde auf Fingerabdrücke und DNA des unbekannten Täters untersucht. Zudem werde wohl eine Analyse veranlasst, um die Herkunft des Blutes an der Schneide zu klären. Der Druck auf den Unbekannten wächst.

Update 15.15 Uhr: Geschockt von der Brutalität des Tierschänders von Vaterstetten hat der Tierschutzverein Landkreis Ebersberg e.V. 1000 Euro Belohnung ausgelobt - für Hinweise, die zur Ergreifung des bislang unbekannten Täters durch die Polizei führen. Das hat die Vereinsvorsitzende Evelyn Bauer der Redaktion per E-Mail mitgeteilt.

Erstmeldung, 26. Juni, 10 Uhr:

Vaterstetten - Eine grausige Entdeckung machten Passanten auf dem Abenteuerspielplatz in Vaterstetten: Am späten Samstagnachmittag, zwischen 18 und 19 Uhr, wurden einer vermutlich lebendigen Hauskatze durch einen bislang unbekannten Täter alle Extremitäten abgetrennt und diese dort auf dem Gelände verteilt. Das berichtet nun die Polizei Poing.

Katze in Vaterstetten zu Tode gequält: Gliedmaßen auf Spielplatz verteilt

Der Kopf der Katze wurde demnach auf der Schaukel entdeckt, während der Körper der Katze in der Wiese inmitten des Spielplatzes gelegen sei. Eine Pfote wurde unmittelbar neben dem Kadaver entdeckt. Die drei anderen Pfoten sowie der Schwanz des Tiers hat der unbekannte Tierverstümmler laut den Ermittlern ebenfalls abgetrennt - konnten bislang nicht gefunden werden.

Kurz vor der Entdeckung des toten Tiers habe die Besitzerin, die in der Nähe des Spielplatzes wohnt, ihre zweieinhalb Jahre alte Katze noch laufen sehen, so ein Inspektionssprecher auf EZ-Anfrage. Deshalb sei der Tatzeitraum genau einzugrenzen.

Vaterstetten: Katze wohl bei lebendigem Leib verstümmelt

Eine ehrenamtliche Ansprechpartnerin für Fundkatzen aus der Region habe den Beamten bestätigt, dass das Tier wohl bei lebendigem Leib verstümmelt wurde, das zeige sich an den Wunden. Der Kopf sei dem Tier offenbar eingeschlagen und mit einem scharfen Gegenstand abgetrennt worden.

Die Brutalität der Tat, gepaart mit der Inszenierung am Auffindeort macht auch hartgesottenen Polizisten zu schaffen. „Das haben wir noch nie gehabt“, so der Polizeisprecher am Telefon. „Wir hoffen, dass wir den finden.“ Juristisch handle es sich um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Katze in Vaterstetten getötet: Zeugenaufruf der Polizei

Zur Identität des Täters ist dem Erstbericht zufolge nichts bekannt. Daher sucht die Polizeiinspektion Poing nun dringend Zeugen, die zur Aufklärung des Falls beitragen können. Wer etwas beobachtet hat, kann sich an die Poinger Inspektion unter Telefonnummer (08121) 9917-0 oder jede andere Polizeidienststelle wenden.

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