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Befürchtetes Parkchaos: Debatte schwillt an

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Von: Robert Langer

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Noch sind rund ums Gymnasium einige Parkplätze frei. Das könnte sich jedoch bald ändern.
Noch sind rund ums Gymnasium einige Parkplätze frei. Das könnte sich jedoch bald ändern. © Edelmann

Die Debatte um den zusätzlichen Parkverkehr auch rund um das Gymnasium Vaterstetten nimmt Fahrt auf. Hintergrund ist die Sanierung der Tiefgarage der angrenzenden Hochhaussiedlung, die wahrscheinlich rund ein Jahr dauern wird.

Vaterstetten – Mehr als 200 Autos werden deshalb wohl in der Umgebung parken (wir berichteten). Die Kommentare auf den Seiten der Ebersberger Zeitung im Internet sind drastisch. Offenbar kommt auf mehreren Ebenen Bewegung in die Diskussion.

Ein größeres Park-Chaos erwartet auf jeden Fall Anlieger Robert Schwarze aus der nahen Verdistraße. Er habe sich die Situation jetzt bei einem Spaziergang angeschaut. „Ich sehe derzeit auch keine Lösung“, sagt er im Telefongespräch mit der EZ. Da würden aber als Konsequenz wohl auch Leute künftig ihre Autos vor seine Einfahrt stellen.

„Ich bin sprachlos“, lautet die Reaktion von Heinz Gerrits, der selbst in der Anlage wohnt. Er habe glücklicherweise einen Ersatz-Parkplatz gefunden, bei einem Bekannten in der Umgebung, vor dessen Garage. Der Platz sei zu Fuß erreichbar. Gerrits will jedoch auch die in die Kritik geratene gegenwärtige Hausverwaltung etwas entlasten. „Die haben eigentlich gute Arbeit geleistet.“

Alternativen vorgeschlagen

Gerrits erzählt, er habe im Vorfeld mit dem Rathaus Kontakt aufgenommen und Vorschläge für Alternativflächen gemacht, beispielsweise an der Feuerwehr Vaterstetten. Das sei jedoch als Ersatzfläche nicht möglich gewesen. Wie Betroffene erklären, bestehe die Tiefgarage aus zwei Stockwerken. Auf beiden Etagen gebe es mehrere parallel verlaufende Wege und „Stichstraßen“. Insgesamt sollen rund 280 Stellplätze vorhandensein.

Rathaus reagiert

Die Debatte zu diesem Thema läuft auch im Internet. Kritisiert wird unter anderem, dass die Bedürfnisse von Personen mit Handicap, die in der Anlage wohnen, im Vorfeld zu wenig beachtet wurden. Dazu sei das Rathaus bereits mit der Hausverwaltung in Kontakt, meint Bürgermeister Leonhard Spitzauer (CSU) auf EZ-Anfrage am Montag.

Die Zufahrt zu der Tiefgarage, die saniert werden soll. Anwohner fürchten ein Parkchaos.
Die Zufahrt zu der Tiefgarage, die saniert werden soll. Anwohner fürchten ein Parkchaos. © Edelmann

Hausverwaltung prüft

Die Hausverwaltung prüfe, ob auf Privatflächen noch Stellplätze vorübergehend zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Gemeinde habe bereits einen weiteren regulären Stellplatz als Behindertenstellplatz ausgewiesen, so der Rathauschef. Dazu habe es in der vergangenen Woche auch einen Schriftverkehr zwischen dem Rathaus und der Hausverwaltung gegeben.

Parkverbote noch offen

Ob es wegen der zusätzlichen Parkbelastung in der Umgebung Parkverbote geben könnte, ist noch offen. „Derzeit ist vorausschauend noch nichts geplant“, sagt Spitzauer. „Wir sind aber wachsam und werden die entsprechenden Anordnungen veranlassen, sollten sie notwendig werden“, meint der Rathauschef.

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