Betreuung in der Gemeinde Vaterstetten

Jedes Kind bekommt einen Platz

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Wir haben große Anstrengungen unternommen“, sagt Bürgermeister Georg Reitsberger. Nach aktuellem Stand der Anmeldungen könnten im kommenden Betreuungsjahr in Vaterstetten alle Kinder in den Krippen und Kindergärten einen Platz bekommen. Beim Hort sei die Situation etwas schwieriger, aber aktuell lösbar, so der Rathauschef.

Vaterstetten - Konkret kann die Kommune 357 Krippenplätze und 837 Kindergartenplätze zur Verfügung stellen. „Das reicht im Moment aus“, erklärte Reitsberger gegenüber der EZ. Allerdings bekomme nicht jedes Kind einen Platz im „Wunschkindergarten“. Einige müssten eben diejenigen Plätze annehmen, die zur Verfügung stünden.

In Bezug auf die Hortplätze müssten einige Kinder „umgesprengelt“ werden. Hintergrund ist, dass der Hort an der Wendelsteinschule nach derzeitiger Planung im kommenden Schuljahr voll belegt wird, an der Gluckstraße sind noch einige Plätze frei. Eigentlich werden Kinder je nach Wohnort beziehungsweise Wohnstraße auf die Schulen verteilt, also je nach „Schulsprengel“. Damit die Kinder den Hort an der Gluckstraße nutzen können, müssen sie diesem Schulsprengel zugewiesen werden, auch wenn sie ihm formal nicht angehören. So kann aber die Kommune derzeit den Bedarf decken.

Ändern wird sich die Situation, wenn die Grund- und Hauptschule an der Gluckstraße geschlossen wird und die Bildungseinrichtung in die neuen Räume am Sportzentrum umzieht. Die neue Grundschule wird vierzügig. Zwei Züge sollen als Ganztagsschule ausgestattet werden. Für diese Kinder ist dann kein Hort notwendig. Zwei Züge sollen jedoch als Regelschule angeboten werden. Hier erwartet Reitsberger Bedarf an Hortplätzen. „Wir werden nicht drumrum kommen, hier zu reagieren. Wir haben aber noch ein bisschen Zeit.“ Die neue Schule soll im Herbst 2019 in Betrieb gehen. Dennoch müsse man schon jetzt Gedanken machen. Möglicherweise könne man ja auch einen bestehenden Kindergarten zu einem Hort umwidmen. „Es gibt eine Reihe von Ideen, die verfolgt werden könnten“, so Reitsberger. „Wir stehen auch in Kontakt mit der Elterinitiative. Das nehmen wir gerne auf.“

Bei der Elterninitaitive sieht man die Situation jedoch kritischer. „Wie es aussieht, werden viele Kinder ab dem kommenden Schuljahr ohne Hortplatz bleiben. In einigen Kindergärten sind wieder Erzieherinnen ausgefallen, sodass es zu Gruppenschließungen und Verkürzung von Öffnungszeiten kommt, ganz zu Schweigen von einer weiteren Verschlechterung der Betreuungssituation unserer Kinder“, heißt es von der Organisation. Die Verantwortlichen laden zum nächsten Treffen ein am Mittwoch, 31. Mai, ab 20 Uhr, „Alter Hof“, Fasanenstraße 4, Vaterstetten.

Rubriklistenbild: © dpa

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