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Arbeiten an der Fassade waren im Dezember noch am neuen BHKW am Sportzentrum zu leisten.

Energiewende

Vaterstetten: Jetzt wird angeheizt

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Vaterstetten - Jetzt kann es wohl bald losgehen. Das Blockheizkraftwerk am Sportgelände Vaterstetten, eines der Herzstücke im örtlichen Fernwärmenetz, ist nahezu fertig. Es soll in einigen Tagen ans Netz gehen.

Das Blockheizkraftwerk am Sportgelände Vaterstetten, eines der Herzstücke im örtlichen Fernwärmenetz, ist nahezu fertig, wie Georg Kast, Vorstand des Kommunalunternehmens und persönlicher Referent des Bürgermeisters, jetzt auf Anfrage der Ebersberger Zeitung erklärte. „Es sind noch Arbeiten an der Fassade und im Außenbereich zu leisten. Innen steht die gesamte Technik fertig installiert.“ Ein erster Probebetrieb sei bereits gelaufen.

Ans Netz gehen soll die Maschine in einigen Tagen, sobald die letzten Steuerungs- und Softwarekomponenten reibungslos zusammenspielen. „Es handelt sich da um ein paar Tage“, so Kast. Baubeginn für das Projekt war im September 2015.

Übernommen hat das Kommunalunternehmen das bereits bestehende Netz in der Reitsberger-Siedlung, nordwestlich des Sportgeländes. Den dortigen Fernwärme-Nutzern wurden laut Kast inzwischen neue Verträge zugesandt. „Ein Großteil liegt bereits unterzeichnet vor.“ Für die Mieter in den größeren Objekten habe der Eigentümer, die Gemeinde Vaterstetten, die Verträge abgeschlossen. Bei diesen Kunden ändere sich praktisch überhaupt nichts. Von den Eigentümern der Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften „hat bis dato knapp die Hälfte die neuen Verträge zurückgeschickt, der Rest fehlt noch.“ Es werde im neuen Jahr eine Kundenveranstaltung dazu geben, bei der die offenen Fragen beantwortet werden sollen.

Das Kommunalunternehmen wächst unterdessen weiter. Am 1. Januar wird das Nahwärmenetz an der Fasanenstraße übernommen. Es soll laut Kast bis zur Fertigstellung der ersten Gebäude in neuen Wohngebiet Vaterstetten-Nordwest weiterbetrieben werden. Erst zu diesem Zeitpunkt werde eine neue Wärmequelle benötigt. Die Überlegungen, was das konkret sein wird, sind noch nicht abgeschlossen. „Es muss also nicht zwangsläufig ein zweites Blockheizkraftwerk sein“, so Kast. Ursprünglich war geplant, schon in diesem Jahr im Nordwesten ein zweites BHKW zu bauen.

Auch eine weitere räumliche Ausdehnung ist konkret geplant. Das Kommunalunternehmen baut im Frühjahr die Verbindung in den Süden zum Wärmenetz Gluckstraße. Die Trasse soll über die Heinrich-Marschner- und Johann-Strauß-Straße verlaufen.

Entlang dieser Trasse werden zurzeit Kunden akquiriert. Der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes soll, soweit ausreichend Kunden gewonnen werden können, Richtung Norden und Westen gehen, möglicherweise durch die Millöcker-Siedlung Richtung Fasanenstraße. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Ausbau lediglich in Gebieten nördlich der Bahnlinie geplant“, so Kast.

Zuletzt hatte es bei dem Vorzeigeprojekt Verzögerungen gegeben. Unter anderem ging es um die Vergabe von Aufträgen. Anfang September wurde das rund 2000 PS starke Aggregat in das Gebäude des BHKW eingebaut. Anfang Dezember musste sich der Bauausschuss der Gemeinde nochmals mit dem Thema beschäftigen. Es ging dabei um eine formale Zustimmung der Kommune im Genehmigungsverfahren.

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