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Diese Autobahnbrücke wird abgerissen und neu gebaut. Um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, soll die vorhandene Zahl der Fahrstreifen sowohl auf der A 94 als auch auf der A 99 während der Hauptverkehrs- beziehungsweise Hauptreisezeiten erhalten bleiben.

Brücke der A 94 wird abgerissen

Pendler erwartet 2017 harte Geduldsprobe

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Vaterstetten  - Das wird eine Großbaustelle und ein Nadelöhr am Autobahn-Ostkreuz. Die Brücke der A 94 (München-Passau) über die A 99 (Ostumfahrung) wird abgerissen und neu gebaut. Erste Arbeiten laufen bereits. Autofahrer müssen sich auf eine harte Geduldsprobe einstellen.

Die Gehölze neben den Fahrbahnen wurden schon im Februar dieses Jahres zurückgeschnitten. Das autobahneigene Kabel- und Glasfasernetz wird seit Oktober um- und neuverlegt. Richtig losgehen soll es an der Brücke spätestens Mitte Februar 2017. Betroffen ist eine Strecke von rund 1,4 Kilometern. Geschätzte Kosten: rund 30 Millionen Euro brutto. Der Abschluss der Maßnahme soll spätestens im Dezember 2019 sein.

Um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, soll die vorhandene Zahl der Fahrstreifen sowohl auf der A 94 als auch auf der A 99 während der Hauptverkehrs- beziehungsweise Hauptreisezeiten erhalten bleiben, sagt Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern. Eingriffe soll es vor allem während der verkehrsschwächeren Zeiten geben, beispielsweise in der Nacht. Vollsperrungen der Autobahn mit Umleitungen über die kleineren Straßen rund um die Autobahn sind laut Direktion „nicht vorgesehen“. „Die geplanten Verkehrsführungen auf der A 94 und der A 99 sind ausreichend leistungsfähig.“ Deshalb seien die angrenzenden Gemeinden wie etwa Vaterstetten nicht eingebunden.

Aus Sicherheitsgründen werde während der gesamten Baumaßnahme die Geschwindigkeit auf den Hauptfahrbahnen auf 80 Stundenkilometern beschränkt, heißt es weiter.

Abhängig vom Baufortschritt werden die provisorischen Verkehrsführungen mehrfach umgebaut, also verschwenkt. In den Wintern 2017/2018 und 2018/2019 sollen während der jeweils etwa dreimonatigen Baupause die Verschwenkungen weitestgehend zurückgebaut werden.

Teil- und Nachtsperrungen geplant

Zum abschnittsweisen Abbruch der Brücke sind auf der A 99 Teilsperrungen vorgesehen. Der Verkehr wird während dieser Arbeiten über die nicht gesperrten Gegen- und Verteilerfahrbahnen umgeleitet. Das gilt für etwa sechs Wochenenden und 40 Nächte je Baujahr.

Für Arbeiten an den vier Auffahrts- beziehungsweise Abfahrtsrampen werden diese jeweils einzeln nachts gesperrt. Der Verkehr soll dann über die benachbarten Anschlussstellen der A 94 und A 99 umgeleitet werden. Diese Bauarbeiten finden im Jahr 2017 statt.

Einbezogen ist bei den Umbauarbeiten auch die Unterführung der Kreisstraße EBE 4 (Weißenfeld-Feldkirchen). Diese soll instandgesetzt werden. Zudem sind Erd- und Pflasterarbeiten an den Böschungen vorgesehen. Diese Arbeiten finden von April bis August 2017 statt. Auf- und Abbau der Gerüste sind in den Ferienzeiten geplant. Die Straße wird dazu halbseitig gesperrt, der Verkehr durch eine Ampel geregelt.

Derzeit läuft das Großprojekt für die A 99. Die Ostumfahrung wird achtspurig ausgebaut. Es geht aber mittelfristige auch um den sechspurigen Ausbau der A 94 vom Kreuz nach Osten. Im neuen Bundesverkehrswegeplan, der im August vom Bundeskabinett verabschiedet wurde und jetzt im Bundestag in der Beratung ist, wird der sechsstreifige Ausbau der A 94 zwischen dem Kreuz München-Ost und der Anschlussstelle Markt Schwaben in den vordringlichen Bedarf eingestuft. Derzeit wird laut Autobahndirektion mit der Obersten Baubehörde abgestimmt, mit welcher Priorisierung die neu im Bundesverkehrswegeplan aufgenommenen Projekte geplant werden können. Die Planungen will der Bund zukünftig in einer neu zu gründenden, zentralen privaten Infrastrukturgesellschaft weiterführen.

„Nähere Einzelheiten dazu, insbesondere wann und in welcher Form die Planungen von dieser privaten Gesellschaft weitergeführt werden, sind uns nicht bekannt“, sagt die Autobahndirektion.

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