+
Gebanntes Warten am Sonntagabend im Vaterstettener Rathaus, wo die EDV in die Knie ging.

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl Vaterstetten: Spitzauer und Wirnitzer gehen in Verlängerung

Kommunalwahl in Vaterstetten: Langes Warten auf Ergebnis der Bürgermeisterwahl: Spitzauer und Wirnitzer gehen in die Verlängerung. 

Vaterstetten– Ratlose Gesichter im Vaterstettener Rathaus: Die Leinwand, auf der eigentlich die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl angezeigt werden sollten, blieb leer. Es erschien nur der Hinweis „Keine Internetverbindung.“

Kommunalwahl: EDV-Probleme in Vaterstetten

Die EDV-Mitarbeiter liefen geschäftig herum. Jedoch gab es niemanden vom Wahlamt der Gemeinde, der zumindest mündlich die wartenden Kandidaten, ihre Familienangehörigen und Anhänger mit aktuellen Zahlen versorgt hätte. So blieb Leonhard Spitzauer (CSU), Maria Wirnitzer (SPD), David Göhler (Grüne) und Klaus Willenberg (FDP) nichts anderes übrig, als ihre Smartphones zu zücken und lokale Nachrichtenseiten aufzurufen, um darüber den Stand der Dinge zu verfolgen. Der fünfte Kandidat, Roland Meier von den Freien Wählern, war erst gegen 20 Uhr ins Rathaus gekommen.

Bürgermeisterwahl: Spitzauer witzelt, „David Göhler sollte Bürgermeister werden“

„Das wäre eigentlich schon ein Grund, warum David Göhler Bürgermeister werden sollte, der kennt sich doch aus mit Computern“, witzelte Spitzauer. Er konnte leichten Herzens scherzen. Denn zumindest das zeichnete sich im Laufe des Abends bald ab: Er selbst lag deutlich vor den Mitbewerbern und dieser Trend festigte sich, je mehr Stimmbezirke ausgezählt waren.

„Ich bin zufrieden. Es war ein spannender Wahlkampf, aber das ist für mich jetzt eine gute Ausgangslage für die Stichwahl“, resümierte er.

Antreten wird er dort gegen Maria Wirnitzer, die ebenfalls zufrieden mit ihrem Ergebnis war: „Dass die SPD an zweite Stelle kommt, war nicht selbstverständlich, aber ich habe einen intensiven Haustürwahlkampf gemacht, mein Ziel war die Stichwahl.“

Sie versprach, nochmal alles zu geben: „Ich will eine Bürgermeisterin für alle sein. Jetzt ist es wichtig, die Menschen nochmal zur Wahl zu motivieren.“

„Ich wäre natürlich gerne in die Stichwahl gekommen“, sagt Göhler

„Ich wäre natürlich gerne in die Stichwahl gekommen, aber ich bin zufrieden mit meinem Ergebnis“, meinte Göhler. „Das letzte halbe Jahr war superspannend und ich habe für mich persönlich viel gewonnen.“

Nicht ganz so zufrieden war Willenberg: „Aber die Wähler haben entschieden.“

Den Wahltag haben alle vier Kandidaten genutzt, um sich vom Wahlkampf zu erholen. „Ich war endlich mal wieder im Garten, der ist in letzter Zeit zu kurz gekommen“, erzählte Wirnitzer. Alle vier haben die Frühlingssonne genossen, im Freien Kaffee getrunken und im Falle von Spitzauer sogar zum ersten Mal in diesem Jahr gegrillt.

Es war eine kurze Verschnaufpause, ab jetzt geht es mit voller Kraft in den Stichwahlkampf. Entscheidung in zwei Wochen.

VON SUSANNE EDELMANN

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vaterstettener Schule steht unter Schock: Direktorin ist tot
Vaterstettener Schule steht unter Schock: Direktorin ist tot
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: Corona-Fälle an zwei Schulen - 7-Tage-Inzidenz steigt wieder
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: Corona-Fälle an zwei Schulen - 7-Tage-Inzidenz steigt wieder
Missbrauch in Vaterstettener Kita: Erzieher wegen 31 Fällen angeklagt
Missbrauch in Vaterstettener Kita: Erzieher wegen 31 Fällen angeklagt

Kommentare