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Gute Stimmung in der ersten Reihe beim Neujahrsempfang der Christsozialen in Vaterstetten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Gast in Vaterstetten

Der CDU-Minister und die CSU-Familie

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Er kam und sprach von einem massiven Vertrauensverlust der Regierungsparteien.

Vaterstetten – In Silber gefasste Grandeln gab es für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beim Neujahrsempfang der CSU Vaterstetten. Das Geschenk überreichte Landtagsabgeordneter Thomas Huber mit dem Hinweis, der Anstecker gehöre an den Janker, den Spahn ja habe, oder an die Weste. „Besser wäre, wenn Du einen Trachtenhut hättest“, so Huber. Er habe sich geärgert, dass er den Janker nicht mitgenommen habe, erklärte der Minister. Schließlich hatte er vor seiner Rede in der Großgemeinde einen Termin am Tegernsee. Einen Hut habe er aber auch, so Spahn.

Autogrammjäger im Eingangsbereich.

Es war eine relativ lockere Veranstaltung mit familiärem Flair. Das begann bereits mit der umfangreichen Begrüßung durch den CSU-Ortsvorsitzenden Michael Kundler. Da fielen Worte wie „Bundes-Andi“ und „Bayern-Tom“. „Grüß Gott an die CSU-Familie“, so anschließend der Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz. Man habe ihm gesagt, er solle sich kurz halten. „Ich sehe mich nicht daran gebunden, weil der Minister noch nicht da ist“, witzelte er. Doch wenig später wurde Spahn angekündigt. Lenz lobte den Hauptredner als „Macher“. Er sei authentisch, ecke an und werde respektiert, weil er sich manchmal unbeliebt mache. „Er ist ein Jahr älter als ich und schon Bundesminister. Das gibt mir auch zu denken“, so Lenz mit einem Lächeln.

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Interessierte Zuhörer. Nach den Reden gab es Buffet.

In seiner Rede sprach Spahn vom massiven Vertrauensverlust der Regierungsparteien. Dieses Vertrauen müsse man wiedergewinnen. Ein Punkt sei dabei wieder zu lernen, miteinander zu debattieren. „Wenn alle im Saal der gleichen Meinung sind, dann passiert wenig Produktives.“ Man könne auch unterstellen, dass der andere mal Recht haben könnte. Aber irgendwann müsse eine Entscheidung fallen. Zudem solle man Dinge konkret besser machen. Bei Großprojekten brauche man ein bisschen mehr Dynamik. In diesem Zusammenhang streifte Spahn auch Themenbereiche wie Pflege, die Abschaffung des Soli, den Ausbau der aertVBundespolizei oder Asyl. Zudem regte Spahn an, die Politik solle wieder mehr den Blick wagen auf die großen Themen. Stichworte: längere Lebenserwartung: „Mein Vater ist 70 und fängt wieder an zu arbeiten.“ Digitale Veränderung: „Aktiv gestalten, nicht erleiden“, oder Europa: „Das macht Sinn. Miesepeter gibt es genug. Wir sollten etwas Positives dagegensetzen.“ Das hatte zuvor bereits Lenz thematisiert. „Europa hat Probleme“, räumte er ein. Aber Europa sei nicht das Problem. „Wir dürfen Europa nicht den Populisten vor die Füße werfen.“ Und dann machte der Bundestagsabgeordnete ein bisschen Wahlkampf für die CSU-Europaabgeordnete aus Vaterstetten, warb um Vertrauen für Angelika Niebler.

Landrat Robert Niedergesäß nutzte die Gelegenheit und forderte den Minister auf: „Lassen Sie unsere Kliniken nicht im Stich, bleiben sie mutig.“ Er verwies darauf, dass der Landkreis Ebersberg der wirtschaftsstärkste in Deutschland sei. „Wir sind fit für die Zukunft, aber nicht in jedem einzelnen Detail. Wir haben auch unsere Sorgen. Wir haben Wachstumsschmerzen.“ Jährlich wachse der Kreis um 2000 Einwohner. Bezahlbarer Wohnraum werde eine immer größere Aufgabe.

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