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Sanierungsbedarf! Das Rathaus in Vaterstetten muss umgebaut werden. 

Eine Frage der Sicherheit

Deshalb muss das Rathaus in Vaterstetten sicherer werden

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Das Verwaltungsgebäude hat Mängel, die gefährlich werden könnten. Deshalb muss es jetzt saniert werden: Es geht um den Brandschutz.

Vaterstetten – Das Rathaus Vaterstetten wird sicherer. Es geht um den Brandschutz. Derzeit werden auf der Ostseite des Verwaltungsgebäudes zusätzlich Ausgänge ins Freie gebaut – als zweiter Rettungsweg. Im Inneren wurden unter anderem zusätzliche Türen eingesetzt, um beispielsweise eine Weiterverbreitung eines Brandes vom Lichthof auf die Gänge zu verhindern.

Schon länger waren im Lichthof große Veranstaltungen aus Brandschutzgründen verboten. Seit 1978 fanden dort die von der Musikschule initiierten und hoch geschätzten Rathauskonzerte statt. Auch der Kinderfasching war hier zu Hause, ebenso wie der Neujahrsempfang. Damit war 2011 Schluss. Den Raum so zu ertüchtigen, dass er den Vorgaben des Brandschutzes für Versammlungsstätten genügte, erschien zu teuer.

Im Juli vergangenen Jahres stellte dann ein Gutachter dem Gebäude für die Verwaltungsnutzung ein sehr schlechtes Zeugnis aus. „Jedem, auch einem Laien, muss klar sein: Ich komme da nicht raus“, so der Gutachter. „Die Mängel müssen beseitigt werden. Der Schutz der Mitarbeiter hat erste Priorität“, sagte damals Bürgermeister Georg Reitsberger. Stellte sich die Frage, ob das Rathaus nicht sofort gesperrt werden müsse. „Das Haus hat Bestandsschutz“, so der Rathauschef. Nachgerüstet werden musste dennoch.

Ein Rathaus mit Krone

Im August 2009 hatten die Vaterstettener Grünen mit Überlegungen überrascht, das damals schon marode Rathaus (Baujahr 1970) abzureißen und neu zu bauen. Überlegt wurde dann ein Gesamtkonzept. Ende 2011 war Start zu einem europaweiten Dialogverfahren. Gesprochen wurde von einem neuen Rathaus, Bürgersaal, Bücherei, Geschäften und Wohnungen. Schließlich blieben drei Entwürfe übrig. Favorisiert wurden die Pläne der Alpine Bau Deutschland, die 2013 Insolvenz anmeldete. Seitdem liegen die Zentrumsplanungen auf Eis. Wieder einmal. Denn zuvor hatte es bereits mehrere Ansätze gegeben. Im Rathaus wurden aber dennoch in kleinen Schritten saniert, undichte Fenster ausgetauscht. Wenn das Rathaus doch abgerissen werde, dann könnte man die neuen Fenster ja „wiederverwenden“, so der Bürgermeister. „Ich bin ein Gegner der Wegwerfgesellschaft.“

Schwieriger ist die Situation bei der Aufstockung. Da waren schon mal etwas rausgefallen und zu Boden gestürzt. Architektonisch hält Reitsberger die Aufstockung für gelungen. „Da wurde dem Rathaus die Krone aufgesetzt.“ Bei Ostwind ziehe es aber durch, im Winter sei es kalt, im Sommer heiß. Möglichweise sollte man überprüfen, ob es wirtschaftlich sinnvoll sei, zu sanieren. „Aber das ist meine persönlich Meinung“, so Reitsberger. Auch wolle er bei einer Entscheidung dem Gemeinderat nicht vorgreifen.

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