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Die Sonne ist eine der Quellen für regenerative Energie. Die Gemeinde Vaterstetten bezieht künftig derartigen Ökostrom.

Energiewende  in Vaterstetten

Strom: Öko und günstig

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Vaterstetten  - Richtig verhandeln lohnt sich: Die Gemeinde Vaterstetten erhält für ihre Liegenschaften Ökostrom. Ganz im Sinne der Energiewende. Und deutlich günstiger, als früher zu erwarten war.

Tobias Aschwer, der Klimaschutzmanager der Gemeinde Vaterstetten, zeigt sich im Umweltausschuss der Kommune zufrieden. Im Juni 2015 hatte sich der Gemeinderat entschieden, den kommunalen Strombezug aus „Ökostromquellen mit Umweltnutzen“ europaweit auszuschreiben. Den Auftrag dazu erhielt das Ingenieurbüro Specht. An einer Bündelausschreibung beteiligten sich elf weitere Landkreiskommunen. Sie schlugen damit einen anderen Weg ein als vom Bayerischen Gemeindetag vorgeschlagen.

Das Verfahren ist nun abgeschlossen. Das Büro Specht empfiehlt die Vergabe an den wirtschaftlichsten Bieter, die Energie Vertrieb Deutschland GmbH (EVD). Das ist die deutsche Tochterfirma der dänischen Energi Danmark A/S. Die EVD beschäftigt sich laut Aschwer unter anderem stark mit der Direktvermarktung von regenerativem Strom aus Solar- und Windparks.

Für die Gemeinde Vaterstetten bedeutet dies im Jahr 2017 kalkulierte Stromnettokosten von rund 48 000 Euro. In den Jahren 2014 bis 2016 musste die Kommune noch rund 69 000 Euro netto jährlich aufwenden. Die jährliche Nettoeinsparung liegt laut Aschwer also bei rund 21 000 Euro. Die Ersparnis sei vor allem dem derzeitigen Stromüberschuss und somit niedrigen Strompreis an der Börse zu verdanken. Die Mehrkosten der Gemeinde für Ökostrom im Vergleich zu Normalstrom betragen zwischen 2,4 bis 2,9 Prozent oder zwischen 1160 Euro und rund 1402 Euro netto. Der Gemeindetag habe 2015 von Mehrkosten von fünf bis sechs Prozent gesprochen.

Wegen der guten Erfahrung soll sich das Büro Specht nun auch um die Ausschreibung für die Gasversorgung der Gemeindeimmobilien kümmern. Dabei wird es jedoch keinen Öko-Faktor gegeben, da Biogas derzeit laut Aschwer wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig sei.

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