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Entsetzliche Gräueltat an Journalistin: U-Boot-Mörder Madsen versucht aus Gefängnis zu fliehen - Großeinsatz!

Entsetzliche Gräueltat an Journalistin: U-Boot-Mörder Madsen versucht aus Gefängnis zu fliehen - Großeinsatz!
Die Anklage spricht von 31 Fällen des sexuellen Missbrauchs. Mann steht vor dem Landgericht in München.
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Die Anklage spricht von 31 Fällen des sexuellen Missbrauchs. Mann steht vor dem Landgericht in München.

Verhandlung in München

Missbrauch in Vaterstettener Kita: Erzieher wegen 31 Fällen angeklagt

  • Angela Walser
    vonAngela Walser
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Wo sich die Kinder einer Vaterstettener Kita geborgen und sicher fühlen sollten, widerfuhr einem Mädchen Widerliches. Der Erzieher steht nun vor Gericht.

Vaterstetten – Am liebsten hätte der 49-Jährige alles ganz geheim gemacht. „Keine Öffentlichkeit“, forderte sein Verteidiger Alexander Eberth zu Prozessauftakt. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Mit dem Rücken zum Publikum begann der Angeklagte zu erzählen, und es sprudelte nur so aus ihm heraus.

Sein erstes Opfer 2018, eine Siebenjährige, die sich angeblich anfangs in der Gruppe schwer tat, war zu seiner besonderen Schutzbefohlenen ernannt worden. „Sie hat mir Leid getan“, sagte der Angeklagte. Bei ihm selber war erst im Erwachsenen-Alter ADHS diagnostiziert worden. Das Medikament Ritalin nahm er nur ungern. Er befürchtete eine Wesens-Veränderung. Doch 2018 standen seine letzten Prüfungen bevor. Er nahm wieder Ritalin.

„Es ist passiert, was alles zerstört hat, was ich im Leben aufgebaut habe“

„Und dann ist das passiert, was alles zerstört hat, was ich im Leben aufgebaut habe“, sagte er theatralisch. Er befingerte das Mädchen, nur kurz, vielleicht 15 Sekunden. „Ich weiß, das sind 15 Sekunden zu lang“, sagte er zerknirscht. Aber damals hatte er das Gefühl, es hätte dem Mädchen gefallen. Mittlerweile war er zu der Erkenntnis gereift, dass die Kleine allenfalls seine Aufmerksamkeit genossen hatte.

Zu Beginn der Verhandlung versteckte der Mann sein Gesicht hinter einem Aktenordner. Darauf stand geschrieben: „Diese Bilder schaden unschuldigen Familienangehörigen.“ Dahinter war sein Schluchzen zu hören. „Ich wollte die Kinder ein Stück vom Weg begleiten“, sagte er später, „ ihnen Werte wie Respekt, Toleranz und Gemeinschaftsgefühl vermitteln.“ Er habe den Kindern im Hort beigebracht, sich gegen sexuelle Gewalt zu wehren. Sie sollten stopp sagen, doch die Kleine habe das nicht gemacht, „weil sie mir zu vertraut war.“

Die Anklage spricht von 31 Fällen des sexuellen Missbrauchs

Den „Scheiß“, den er gemacht hätte, bereute er sehr. Gewalt allerdings habe er nie angewandt. Nach dem ersten Mal habe er seinen Psychiater angerufen, der ihn wegen Depressionen und Burnout behandelte. Er verwies ihn an eine Klinik, dort bekam er lange keinen Platz. In dieser Zeit musste sein Hortkind leiden. Die Anklage spricht von 31 Fällen des sexuellen Missbrauchs. Aber auch die Freundin seiner Tochter soll er im Schlaf sexuell missbraucht haben. Per Fotos hielt er seine Übergriffe fest. Seine eigene Tochter missbrauchte er angeblich nie.

Anwalt des Mädchens: erhebliche Schädigungen

„Wenn ich mir vorstelle, dass so etwas bei meiner Tochter passiert“, setzte er an und stockte, „dann bekomme er eine „Ahnung davon, warum ich seit einem Jahr im Gefängnis täglich bedroht, geschlagen und bespuckt werde“, sagte er. Er traue sich nicht mehr zum Hofgang raus und sei völlig isoliert.

Der Anwalt des Mädchens berichtete von erheblichen Schädigungen des Kindes. Alle anderen Kinder hätten vom Missbrauch gewusst und die Schülerin verhöhnt. Bei der seelischen Entwicklung des Kindes sei es zu erheblichen Schäden gekommen. Der Prozess dauert an.

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