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Derzeit herrscht hier zu viel Ruhe : Die Baustelle der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Wasserburg. 

Baustelle an der Dorfstraße

Firma pleite: Stillstand bei Vaterstettener Sozialbau

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Derzeit geht nichts: Weil eine Firma in die Insolvenz gegangen ist, verzögern sich die Arbeiten an der Baustelle der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) Wasserburg in Vaterstetten.

Vaterstetten – Stillstand herrscht derzeit auf der Baustelle der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) Wasserburg in Vaterstetten-Nordwest an der Dorfstraße. Der Grund ist nicht schlechtes Wetter, sondern die Insolvenz einer der am Bau beteiligten Firmen. GWG-Geschäftsführer Josef Brandl erwartet jedoch keine schwerwiegenden Auswirkungen für die Genossenschaft. Die finanziellen und terminlichen Folgen für die GWG hielten sich in Grenzen, erklärt Brandl gegenüber der Ebersberger Zeitung. „Wir haben uns rechtzeitig juristisch beraten lassen.“ Man habe sich von dem betroffenen Unternehmen getrennt.

Hintergrund: Im neuen Baugebiet Vaterstetten Nordwest entsteht eine Anlage mit 29 Wohnungen, die nach Fertigstellung zu bezahlbaren Sätzen vermietet werden sollen. Eigentlich sollte heuer noch der Rohbau fertig werden. Doch jetzt hat die beauftragte Strasser Bauunternehmung mit Niederlassungen in Winhöring im Kreis Altötting und Gilching im Kreis Starnberg beim zuständigen Amtsgericht Insolvenzantrag gestellt. „Das ist eine große Firma und sie hatte gute Referenzen“, sagt Brandl. „Aber so etwas kann passieren.“

Bei der GWG Wasserburg hat man aber wohl noch zum richtigen Zeitpunkt die Notbremse gezogen. „Man merkt als Bauherr, wenn etwas nicht stimmt“, so Brandl. „Das ist jetzt für uns kein großes Drama.“ Bei der GWG sei man zuversichtlich, dass es bald weiter geht. „Wir haben das Vorhaben zügig ausgeschrieben. Es liegen auch schon Angebote vor.“ Vor dem Wintereinbruch soll auf der Baustelle noch einiges passieren. „Aber das Wetter kann man nicht kalkulieren.“ Die Fertigstellung des Gebäudes war gegen Ende 2018 geplant. Das kann sich jetzt etwas verzögern.

Dabei werden günstige Wohnungen in der größten Gemeinde des Landkreises dringend gebraucht, weil die Mieten relativ hoch sind. Rund 200 Anträge für Sozialwohnungen liegen der Gemeinde vor, wie Bürgermeister Georg Reitsberger bestätigt.

Derzeit wird intensiv über weitere Wohn-Projekte nachgedacht, die von verschiedenen Seiten angemahnt werden. Die Gemeinde selbst verfügt über 78 Wohnungen. Der Ebersberger Wohnungsgenossenschaft gehören weitere Einheiten.

Zur Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Wasserburg gehören im Landkreis Ebersberg zwei Objekte in Grafing und sechs Objekte in der Kreisstadt.

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