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Die bayerische Rockband Gsindl hat ein neues Album veröffentlicht.

Veröffentlichung

Garantiert coronafrei: Gsindl präsentiert neue Bayern-Rock-CD

Die bayerische Rockband Gsindl hat ein neues Album veröffentlicht. Warum die CD garantiert coronafrei ist, erläutern wir hier:

Bei einer Bandprobe im Sommer 2019 war Sänger Konrad „Kone“ Brummer noch sicher: „Ich glaub nicht, dass wir es nochmal auf die Reihe bekommen, eine CD zu machen, wir sind doch schon alte Säcke“, erinnert sich Bassist Robert „Bobbel“ Zollner im Pressegespräch und lacht. Dennoch war es der Startschuss für die Band und damit für „Gsindlsuperdinger“, ihrem neusten Album. Von November 2019 an nahm die bayerische Rockband Gsindl im Übungsraum in Neufarn (Gemeinde Vaterstetten) zwölf Lieder auf. „Wir fanden es konsequent, das Album da aufzunehmen, wo die Songs entstanden sind“, so Zollner.

„Gsindlsuperdinger“ heißt das neue Album.

Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können. „Als der erste Lockdown losging, war bereits alles eingespielt, für das wir mehrere Leute auf einmal gebraucht haben“, erinnert sich Brummer. Also benutzten sie die pandemiebedingte stille Zeit zum Mischen und Mastern von „Gsindlsuperdinger“. Die Texte völlig coronafrei, weil schon vorher entstanden.

2020 wäre für Gsindl eigentlich ein Jahr zum Feiern gewesen: Vor genau 25 Jahren standen sie das erste Mal auf der Bühne, damals im Februar 1995 in Eglharting. Seitdem haben sie unzählige Bühnen bespielt und Alben produziert. „Wir wissen selbst nicht genau, ob es Album Nummer sieben oder acht ist“, sagt Zollner. Die Band ist sich da wegen einer Live-DVD und einer Jubiläums-CD nicht ganz einig. Deswegen steht kurzerhand „Kapitel 7 oder 8“ als Untertitel auf dem neuen Album.

Der „Gsindlsuperheld“

Der „Gsindlsuperheld“ auf dem Cover, ein Wolperdinger, der alle Superkräfte der Bandmitglieder vereint, wohnt im Gulli des Bandraumes, verrät Konrad Brummer. Am besten könne er „unglaublich stinken und unglaublich viel Bier saufen“, fügt Robert Zollner hinzu. Eingeführt hat Gsindl die Comic-Figur bereits auf ihrem vorigen Album „Voischattn“. „Wahrscheinlich finden wir die Gsindldingerstory lustiger als alle anderen, aber egal“, winkt Zollner ab und nimmt grinsend einen Schluck Weißbier. Der Band sei halt wichtig gewesen, dass kein Standardfoto oder abstraktes Kunstwerk das neue Cover werde – das habe man durch „Gsindlsuperdinger“ erreicht.

Seit 27. November kann man das Album – ausschließlich in Form einer CD – auf der Bandwebsite bestellen. Grund dafür ist, dass den Fans digital sonst das Booklet und damit eine Menge Spaß entgehe, so die Band. Gleichzeitig hofft Gsindl, auf diese Weise zumindest einen Teil der Produktionskosten wieder hereinzubekommen. Das Weihnachtsgeschenk der Band an die echten Fans quasi. Ab 2. Februar werde es dann auf allen anderen Portalen veröffentlicht.

Wir sind nicht die Red Hot Chili Peppers.

Sänger Konrad Brummer

„Wir sind nicht die Red Hot Chili Peppers, aber wir haben für unser Budget das Maximale rausgeholt“, ist sich Brummer sicher. Sowohl rockige Nummern, als auch nachdenklich stimmende Balladen finden sich auf der CD. Besonders stolz sind der Sänger und der Bassist auf das Lied „Hards Liacht“, das sie als so etwas wie ihr Meisterstück sehen. Die meisten Aufrufe im Internet übrigens hat immer ihr Lied „A Fest“ vom ersten Album. Mit dessen Aufnahmequalität war Gsindl aber nicht zufrieden, weshalb es nun in bester Qualität auf der neuen CD zu hören ist.

Was wegen Corona nicht möglich ist: das neue Album mit einem großen Konzert präsentieren und feiern. Brummer ruft den Gsindl-Fans zu: „Wir holen das alles nach, haltet durch!“

Lesetipp: So schaut‘s aus, wenn Gsindl ein Konzert geben.

Raffael Scherer

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