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Schwungvoll: Großfeste in Vaterstetten ziehen Gäste an. 

Rathaus zieht Bilanz

Straßenfest: Vaterstetten greift Verein an

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Vaterstetten – Beim Volksfest schießt die Gemeinde weiter zu, beim Straßenfest blieb in diesem Jahr sogar ein kleiner Gewinn übrig. Für beide Veranstaltungen hat das Vaterstettener Rathaus jetzt eine positive Bilanz gezogen. Gleichzeitig gibt es aber auch Kritik.

Beim Straßenfest sei das Ziel gewesen, erstmals schwarze Zahlen zu schreiben, so Georg Kast, Wirtschaftsförderer der Gemeinde, im Finanzausschuss. „Das ist uns gelungen.“ Personalkosten im Rathaus und im Bauhof für Organisation und Umsetzung des Festes wurden allerdings nicht eingerechnet. 

Ein Grund für die höheren Einnahmen war ein neues Gebührensystem. Das betraf vor allem gewerbliche Aussteller, Ehrenamtliche erhielten „Sondertarife“. Für ein Plus sorgte auch, dass sich die Gemeinde den Bierverkauf selbst vorbehielt. Sie gab den Ausschank aber teilweise weiter. Am Tag vor dem Fest habe aber ein Verein als Betreiber der zweiten Schankstelle abgesagt, so Kast. „Wir haben händeringend Leute gesucht“, die diese Aufgabeübernehmen. Der Bürgermeister habe sich bereit erklärt, mitzuarbeiten. Dann sei der Burschenverein eingesprungen. Kast: „Ich bin enttäuscht. Das ist keine Art und Weise, die Gemeinde im Stich zu lassen.“ Um welchen Verein es sich handelt, wollte Kast nicht sagen. 

Trotz der „Sondertarife“ nahmen nur wenige Vereine am Straßenfest teil. Im Ausschuss wurde die zunehmende Kommerzialisierung des Festes kritisiert. „Der Ursprung war doch, dass sich die Vereine präsentieren können“, sagte Stefan Ruoff (Grüne). „Das ist immer mehr eine Gewerbeschau“, erklärte Benedikt Weber (CSU). Renate Will (FDP) verweis auf das „Miteinander“ bei der Organisation von Festen am Daxenberg in der Nachbargemeinde Zorneding. „Warum sollen die Vereine denn überhaupt kommen?“, fragte Albert Wirth (CSU). Und sein Fraktionskollege Michelino Capezzuto-Zehetmeier meinte, ein kleineres, „kuscheliges“ Fest sei vielleicht besser. Dann stelle sich allerdings die Frage, ob sich das noch rentiere, so Kast. „Ich möchte das gerne diskutieren.“ Eine Entscheidung fiel nicht.

Angedacht ist allerdings, den Musikauftritt am Rathausplatz im kommenden Jahr von bisher 22 Uhr auf 23 oder vielleicht 23.30 Uhr zu verlängern. Bürgermeister Reitsberger könnte sich auch Mitglieder der Musikschule auf einer Bühne vorstellen.

Viel Lob gab es für das diesjährige Volksfest. „Die Erwartungen des Wirts wurden übertroffen“, so Kast. Viele der Kritikpunkte der vergangenen Jahre seien vom neuen Festwirt aufgenommen und abgestellt worden, heißt es aus dem Rathaus. Die Resonanz aus der Bevölkerung sei überwiegend positiv gewesen. Wie viele Hektoliter Bier ausgeschenkt wurden, blieb auch auf Nachfrage ein Geheimnis.

Der Seniorennachmittag auf dem Volksfest werde bei den älteren Mitbürgern hoch geschätzt, betonte Bürgermeister Reitsberger. „Ehrenamtliche und Schülerlotsen waren auch eingeladen.“

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