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Der BMW-Konzern lässt sich Zeit mit seiner Entscheidung, wo er sich mit seinem Logistikzentrum für das Forschungs- und Innovationszentrum niederlassen wird. Im Gespräch ist auch ein Standort in Parsdorf.

Noch ist nicht entschieden, ob sich der Konzern in Parsdorf niederlässt

Gemeinde wartet: BMW springt nicht an

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BMW lässt sich offensichtlich Zeit mit der Entscheidung, wo das Logistikzentrum des Münchner Autobauers für den Forschungs- und Prototypenbau im Innovationszentrum angesiedelt werden soll.

Vaterstetten – Ursprünglich war man im Rathaus Vaterstetten von einem Termin im November ausgegangen, zu dem sich das Unternehmen erklären wollte. Doch dieses Datum ist inzwischen verstrichen.

Jetzt erwartet Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler), dass sich BMW Mitte Januar festlegt. Vaterstetten bietet ein Gelände in einem neuen Gewerbegebiet bei Parsdorf nördlich der A 94 an. Es geht um ein Areal von rund 8,6 Hektar nur für den Autobauer.

Dazu laufen derzeit parallel zwei Verfahren, nämlich zu einem Bebauungsplan und zum Flächennutzungsplan.

Neben Vaterstetten bewerbeben sich noch weitere Kommunen um die Ansiedlung. Sollte Parsdorf nicht zum Zuge kommen, ist das neue Gewerbegebiet jedoch nicht obsolet. Laut Reitsberger gibt es eine ganze Reihe von Interessenten, nicht nur für das Areal, das derzeit für BMW vorgesehen ist, sondern auch für andere Grundstücke in dem Gebiet.

„Es gibt ausreichend Nachfrage“, so Reitsberger. Diese Anfragen würden nun nach den Kriterien geprüft, die der Gemeinderat kürzlich für Ansiedlungen von Firmen erlassen hat (wir berichteten). Die Gemeinderäte erhoffen sich einen breiten Branchenmix. Einzelhandel soll jedoch ebenso ausgeschlossen sein wie „ethisch bedenkliche“ Branchen, zum Beispiel Bordelle oder Waffenproduktion. Vorgaben gibt es zudem zu erwarteten Gewerbesteuereinnahmen und zu Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplätzen. Die Energieversorgung soll überwiegend auf Basis erneuerbarer Energien erfolgen.

Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern zu einem Flächentausch. Das Areal nördlich der A 94, das aktuell vom Staatsgut Grub bewirtschaftet wird, und aus dem ein Gewerbegebiet werden soll, gegen eine Fläche südlich der Autobahn und östlich von Parsdorf.

Für Reitsberger ist die Ausweisung eines Gewerbegebietes nördlich der A 94 vor allem wegen der Verkehrsanbindung sinnvoll. Da gebe es den Autobahnanschluss Parsdorf, wird argumentiert.

Um den erwarteten Verkehr bewältigen zu können sei jedoch der Ausbau des Ostkreuzes notwendig, wie er bereits vorgestellt wurde, mit zehn Fahrspuren östlich des Kreuzes. Der zweite Punkt ist laut Reitsberger die S-Bahn mit dem Bahnhof Grub. Dazu müsse es eine leistungsfähige Busverbindung zum Gewerbegebiet geben und auch die S-Bahn selbst müsste ertüchtigt werden. Da müsse der MVV „auch seine Hausaufgaben machen“, so Reitsberger.

Für das neue Gewerbegebiet in seinem Gesamtumfang erwartet Reitsberger eine Planungszeit von zwei bis drei Jahren. Schneller könnte es bei einem weiteren, jedoch kleineren Gewerbegebiet der Kommune am Philipp-Maas-Weg gehen. Reitsberger erwartet hier eine Planungszeit von rund einem Jahr. Dort hat die Gemeinde auch Grund gekauft. Um das Projekt umzusetzen, muss das dortige Umspannungswerk umziehen. Angeboten werden sollen dort Flächen auch für örtliche Handwerker. Der Bürgermeister sieht die Kommune dabei in der Pflicht. „Es gibt eine gewisse Erwartungshaltung.“ Schließlich seien entsprechende Flächen eigentlich schon am Rande des neuen Wohngebiets Nordwest vorgesehen gewesen. Dann hat sich die Gemeinde doch entschieden, auch auf diesem Teilbereich Wohnungen entstehen zu lassen.

Das Gebiet am Philipp-Maas-Weg östlich der Johann-Sebastian-Bach-Straße ist nun die Ersatzlösung.

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