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So oder so ähnlich könnte der neue Kindergarten aussehen. Im Bild die Einrichtung in Poing. 

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Kindergarten im Grünzug

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Vaterstetten – Es ist beschlossen: Im Grünzug am Verkehrsübungsplatz in Vaterstetten entsteht ein Gebäude für einen Kindergarten in Modul-Bauweise. Dem stimmte nach dem Bauausschuss auch der Gemeinderat zu.

Der voraussichtliche Fertigstellungstermin ist für Anfang Juni 2017 geplant. „Durch das Projekt können erfreulicherweise die für das Kindergartenjahr 2017/18 erforderlichen Plätze geschaffen werden“, so das Rathaus.

In der Sitzung stellte Architekt Robert Spitzhirn, die Planung vor. Er war auch schon für ein ähnliches Projekt in der Nachbargemeinde Poing an der Kirchheimer Allee zuständig. Auf einer Grundfläche von etwa 860 Quadratmetern soll in Vaterstetten ein zweistöckiges Haus mit einem Pultdach entstehen.

„Man merkt ihm die Modulbauweise nicht groß an“, so Spitzhirn im Gemeinderat. Im Erdgeschoss sind zwei Krippengruppen mit Nebenräumen vorgesehen. Oben sollen zwei Kindergartengruppen untergebracht werden. Die Fassade wird gemischt gestaltet aus verputzten Flächen und Holz. „Wir möchten relativ günstig bauen“, so der Planer. Je näher man am Standartmodul bleibe, desto besser sei dies umsetzbar.

Die Bauzeit wird mit vier Monaten veranschlagt. Wenn das Wetter im Januar, Februar und März mitspielt, sei eine Fertigstellung im Juni möglich, stellte der Architekt in Aussicht. Auf Nachfrage von SPD-Gemeinderat Josef Mittermeier erklärte Spitzhirn, ein Fachbüro werde die Eignung der Dachfläche für Fotovoltaik prüfen.

Im Vorfeld hatte es Streit um das Projekt gegeben. Zunächst war ein Container-Provisorium für zehn Jahre vorgesehen gewesen. Das wurde jedoch verworfen. Stattdessen sollte eine auch in Bezug auf die Wärmedämmung höherwertige Anlage in Modulbauweise errichtet werden, mit einer Standzeit von 25 Jahren. Geschätzte Kosten: Rund 2,3 Millionen Euro. Erwartet werden Fördermittel in Höhe von 700 000 Euro. Gleichzeitig wurde angeregt, als Ausgleich für die Nutzung der Fläche im Grünzug einen Park anzulegen.

Kritik kam vor allem von Freien-Wähler-Gemeinderat Herbert Uhl. Er bemängelte die gestiegenen Kosten. Das Haus nach 25 Jahren wieder abzureißen, habe mit Nachhaltigkeit nichts zu tun, so ein weiteres Argument. Zudem verstoße das Projekt massiv gegen den Bebauungsplan, den Flächennutzungsplan und das Gemeindeentwicklungsprogramm. Bei einer Laufzeit von zehn Jahren wäre das nach Ansicht von Uhl noch hinnehmbar gewesen, bei 25 Jahren aber nicht mehr.

Vizebürgermeister Martin Wagner (CSU) konterte, die ursprünglich angedachte Containerlösung hätte einen zu hohen Energieverbrauch gehabt. Zudem gebe es für die längerfristige Variante auch eine höhere staatliche Förderung.

Axel Weingärtner betonte für die Grünen, die Einrichtung sei notwendig, „aber nicht an diesem Standort“. Es geht unter anderem um die Verkehrsbelastung und darum, dass sich in der Umgebung schon eine Reihe von Kinder-Betreuungseinrichtungen befinden.

Gegen den Standort sprach sich auch erneut Jo Neunert (SPD) aus. Er kündigte jedoch an, diesmal für den Antrag zu stimmen.

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