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Überraschung für Annemie und Günther Fischer: Katharina Steindlmüller überreicht im Beisein von Anton Ebner (Arbeitskreis Wollmarkt) und Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger (von rechts) einen Geschenkkorb samt Urkunde.

Auszeichnung nach 25 Jahren

Die guten Seelen des Vaterstettener Wollmarkts

Vaterstetten - Seit 26 Jahren gibt es den Wollmarkt in Vaterstetten, seit 25 Jahren sind Günther und Annemie Fischer die guten Seelen des Organisationsteams. Dafür wurden sie heuer mit einer Ehrung überrascht, die ihre Kollegin Katharina Steindlmüller heimlich vorbereitet hatte.

Schon seit Jahrzehnten sind die Fischers Mitglied in der Vereinigung Bayerischer Milchschafhalter, von 1997 bis 2016 war Günther Fischer sogar deren erster Vorstand, bevor er aus dem Amt ausschied und prompt zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Als der Wollmarkt nach seiner Premiere im Jahre 1991 in Vaterstetten zu einer festen Einrichtung werden sollte, bildete die Vereinigung einen eigenen Arbeitskreis Wollmarkt. „Da haben sich einige Familien aus dem Rosenheimer und Münchner Raum engagiert, am Schluss sind noch die Familien Fischer und Steindlmüller übrig geblieben“, berichtet Katharina Steindlmüller schmunzelnd. Und die haben den Markt, der mit gerade mal 20 Ausstellern angefangen hat und heuer mehr als 120 Aussteller aufweisen kann, zum größten Markt dieser Art im ganzen süddeutschen Raum gemacht.

Steindlmüller hat bei den langjährigen Teilnehmern angefragt, ob diese etwas zu einem Geschenkkorb beisteuern wollen: „Am Ende hat der große Korb gar nicht ausgereicht.“ Es kamen noch einige weitere Tüten und Pakete hinzu. Dazu überreicht sie dem überraschten und sichtlich gerührten Ehepaar eine liebevoll gestaltete Dankesurkunde, verziert mit Fotos aus den vergangenen 25 Jahren und mit den Unterschriften aller beteiligten Aussteller.

„Wir haben in dieser Zeit viele Stürme erlebt, in jeder Hinsicht“, meint Günther Fischer und spielt damit nicht nur auf das Wetter an, sondern auch auf die Aufregung im vergangenen Jahr, als wegen Brandschutzauflagen und fehlender Genehmigungen für den Reitsberger Hof bis zum letzten Moment nicht klar war, ob der Wollmarkt überhaupt würde stattfinden können (wir berichteten).

Auch Bürgermeister Georg Reitsberger kam, um den Fischers zu gratulieren. „Der Wollmarkt war und ist mir ein großes Anliegen“, betonte er. Für seinen Einsatz für den Markt wurde auch er mit einem Geschenk überrascht: Das Team vom Arbeitskreis Wollmarkt schenkte ihm eine Weste, „falls Sie sich im Rathaus mal warm anziehen müssen.“ Apropos warm anziehen: Dieses Jahr war das Wetter zwar kalt, aber meistens trocken – ideale Bedingungen nicht nur für den Wollmarkt, sondern auch für den benachbarten Töpfermarkt, der sogar schon zum 27. Mal stattfand. Auch hier drängten sich schon kurz nach der Eröffnung die Besucher und bewunderten die bunte Vielfalt der Marktstände.

Susanne Edelmann

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