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Das Humboldt-Gymnasium in Vaterstetten wird erweitert.

Kreis-Politiker geben grünes Licht

Höchste Zeit: Gymnasium Vaterstetten wird ausgebaut

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Jetzt wird es konkret: Der Sozial- und Bildungs-Ausschuss des Kreistages hat die Erweiterung des Gymnasiums Vaterstetten aufs Gleis gesetzt. Die Bildungseinrichtung wird für offiziell 1500 Schüler ausgebaut.

Vaterstetten –  Die Kosten für den Landkreis werden in einer ersten Schätzung mit rund zehn Millionen Euro veranschlagt. Die maroden Container verschwinden. Da die Schule derzeit jedoch bereits 1539 Schüler hat und damit eines der größten Gymnasien in Bayern ist, soll es zudem eine Entlastung geben.

Derzeit feilt eine Arbeitsgruppe, der auch Mitglieder des Kreistages angehören, an einem „Masterplan Schulen“. Darin wird festgelegt, wo die Entwicklung der Bildungseinrichtungen in der Verantwortung des Landkreises hingehen soll. In der Debatte stehen unter anderem eine mögliche Berufsschule in Zorneding und ein mögliches weiteres Gymnasium in Poing. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorgestellt werden.

Gleich zu Beginn hatte sich die Arbeitsgruppe mit dem Thema Gymnasium Vater-stetten beschäftigt. Landrat Robert Niedergesäß (CSU) bezeichnete eine Lösung dort als „dringlich“ und „unausweichlich“. Man müsse das „vor die Klammer ziehen“. Heißt: noch vor der Veröffentlichung des großen Masterplans anpacken.

Eigentlich ist das Gymnasium Vaterstetten für 1100 Schüler ausgelegt, mit den provisorischen Container für 1300 Schüler. Tatsächlich sind es aber derzeit über 1500 Schüler. Und die Schülerzahl könnte bis zum Jahr 2033 inklusive der Zuwächse durch die Umstellung auf das neunstufige Gymnasium auf 1870 Schüler steigen. Eine Schule dieser Größenordnung würde durch die Schulaufsicht nicht genehmigt, so das Landratsamt, sodass es zusätzlich zu einem Ausbau auch zu einer spürbaren Entlastung kommen müsse. Aus den Unterlagen geht hervor, dass mit einem Gymnasium Poing die Schülerzahlen im Jahr 2033 in Vaterstetten bei rund 1540 liegen würden. Ergänzend könnte laut Landratsamt auch versucht werden, die umliegenden Gymnasien durch neue Ausbildungsrichtungen aufzuwerten, um die Schülerströme entsprechend umzulenken.

Überprüft wurden für die Erweiterung im Vorfeld mehrere Varianten für 1400 bis 1700 Schüler mit Baukosten zwischen elf und 20 Millionen Euro. Alle Vorschläge wären auf dem Schulareal umsetzbar. Die Arbeitsgruppe entschied sich für die 1500-Schüler-Lösung. Mit der Schulleitung sei dieser Vorschlag ebenfalls abgestimmt, hieß es.

Vorgesehen ist ein Erweiterungsbau an der Nordostseite des Schulgrundstückes entlang der Rossinistraße, möglicherweise in Holzständerbauweise. Durch die Erweiterung können auch die seit dem Jahr 2003 aufgestellten provisorischen Container-Klassenzimmer ersetzt werden, in denen derzeit rund 200 Schüler untergebracht sind.

„Was lange währt, wird endlich gut“, so die Reaktion von Renate Will, FDP-Kreisrätin aus Vaterstetten. „Das war in den letzten Jahren nicht mehr mit anzuschauen.“ Die aktuellen Pläne könne man nur begrüßen. „Es war höchste Zeit.“

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