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So sah es auf de m Grundstück nach der Fällaktion aus.  

Illegale Abholzaktion  

Bäume gefällt: Jetzt drohen Fichten beim Nachbarn umzustürzen

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Von der illegalen Abholzaktion auf einem Villengrundstück in Baldham ist nun auch ein Nachbar betroffen. Dort sind Bäume jetzt schutzlos dem Wind ausgesetzt.

 Baldham – Die Nachbars-Bäume werden zur Entfernung gegen Ersatzpflanzung und Ausgleichszahlung freigegeben, so das Umweltamt der Gemeinde Vaterstetten. Eigentlich wollte das Umweltamt seinen Bericht im Gemeinderat abgeben. Dazu kam es wegen der Corona-Pandemie nicht. Die Auswertung liegt jedoch inzwischen als Zwischenbericht vor. Zur Beweissicherung der Baumfäll-Aktion an der Erika-Köth-Straße wurde die Baumsachverständige Annelise Schlegl-Bechtold aus Vater-stetten beauftragt. Das endgültige Ergebnis kann erst nach Abtransport des gelagerten Astmaterials sowie der Fichtenstämme erfolgen. Nach den Luftbildern ist aber laut Rathaus davon auszugehen, dass die Masse der gefällten Bäume erfasst wurde.

Danach wurden eine ganze Reihe von Bäumen gefällt, die mit einem Meter Stammumfang oder mehr eigentlich durch die gemeindliche Baumschutz-Verordnung geschützt waren.

Statt vier Fichten wurden mindestens 45 Bäume mehr gefällt

Das Umweltamt hatte im Vorfeld vier Fichten zur Entfernung freigeben. Von diesen Bäumen wurden drei gefällt, eine Fichte wurde durch das Einstellen der Arbeiten noch nicht abgeholzt. Die Feuerwehr hatte aufgrund des Sturms Ende Februar insgesamt fünf Bäume beseitigt. Mindestes 45 Fichten, eine Lärche und eine Kiefer wurden aber danach ohne Genehmigung gefällt. Folge: Nachdem die Fichten in ihrer Gesamtheit eine „kollektive Stabilität“ hatten, in die durch die Fällaktion massiv eingegriffen wurde, sind weitere einzelne Fichten aufgrund des Windangriffs nicht zu halten. So ist auf dem Grundstück die Fällung mindestens einer weiteren Fichte notwendig. Zudem sind in der Nachbarschaft weitere Fichten, die bisher im Windschatten der gefällten Bäume lagen, betroffen.

Den Verursachern drohen saftige Geldstrafen

Nach Abschluss des Beweissicherungsverfahrens wird das Umweltamt gegen den verantwortlichen Grundstückeigentümer und den beauftragten Unternehmer, der die Fällung durchgeführt hat, ein Bußgeldverfahren eröffnen. Die Höhe des Bußgeldes kann laut Rathaus entsprechend des Bayerischen Naturschutzgesetzes bis zu 50 000 Euro liegen. Gleichzeitig muss aufgeforstet werden. Durch die Fällaktion wurde laut Rathaus kein zusätzliches Baurecht geschaffen.

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