Delegation am runden Tisch: Mitglieder der Elterninitiative vor dem Rathaus (von links oben nach rechts unten): Amelie Promeuschel, Ivett Guntersdorfer, Nina Hammer, Peter Schuster, Katrin Brauhardt, Anne Frank, Valeria Di ngler, Andrea Bross, Annabell Wegener, Enrica Biemmi, Melanie Harlfinger, Petra Köppel und Svitlana Löhner. 

In den Kindergärten fehlt Personal 

Eltern wollen ausländische Fachkräfte

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Mit einer Attraktivitäts-Kampagne will eine Elterninitiative um Betreuungspersonal für die Kindertagesstätten in der Gemeinde Vaterstetten werben.

Vaterstetten –Angedacht sind kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen wie Platzsharing, eine moderne Personalsuche über Soziale Medien, die Gewinnung ausländischer qualifizierter Fachkräfte bis hin zu einer Fachakademie zur Ausbildung weiterer Erzieherinnen. Erklärtes Ziel ist, dass alle angemeldeten Kinder ab dem Betreuungsjahr 2017/18 und in Zukunft einen Platz bekommen, also einschließlich der Kinder, die mit ihren Familien zuziehen werden.

Dazu fand jetzt ein weiterer Runder Tisch mit Bürgermeister Georg Reitsberger statt, um eine Form der Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den Trägern und der Elterninitiative zu finden. Dadurch soll das „schwerwiegende Problem Erziehermangel“ langfristig in den Griff bekommen werden.

Die Gemeinde stellte beim Runden Tisch die Maßnahmen der vergangenen Monate heraus, mit denen gerade im Bereich der Krippen und Kindergartenplätze das Angebot ausgeweitet worden sei. Ein Problem bestehe weiterhin in der Nachmittagsbetreuung – also sowohl beim Hort als auch bei der Mittagsbetreuung beziehungsweise dem Angebot von Ganztagsschulen. Das hatte auch eine Prognose zu Bevölkerungsentwicklung und zur Betreuungssituation ergeben, die kürzlich den Gemeinderäten vorgestellt wurde (wir berichteten). Übereinstimmend sei festgehalten worden, so die Initiative, dass nicht die Räumlichkeiten, sondern der Mangel an Fachpersonal „die größte Herausforderung ist und bleibt“.

Die nun von der Elterninitiative ins Auge gefassten Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation seien im Vorfeld mit diversen Trägern der Einrichtungen besprochen worden. Die Gemeinde habe beim Runden Tisch auf die begrenzten finanziellen Mittel der Kommune und die unterschiedlichen Zuständigkeiten von Gemeinde und Trägern verwiesen, so die Initiative. Eingeräumt worden sei aber auch, dass einige der Maßnahmen ohne großes Budget umgesetzt werden könnten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen der Initiative seien als äußerst konstruktiv aufgefasst worden, hieß es. Sie sollen nun in einem Arbeitskreis mit Gemeindemitgliedern, Vertretern der Elterninitiative und der Träger weiter ausgearbeitet werden. Das erste Treffen des Arbeitskreises soll im Mai stattfinden, sobald die Anmeldezahlen für das kommende Betreuungsjahr vorliegen. Erste Umsetzungen sollen bereits im aktuellen Betreuungsjahr stattfinden.

Petra Köppel von der Elterninitiative zog ein positives Fazit des Runden Tisches. „Wir haben unzählige Arbeitsstunden in die Entwicklung von Lösungsansätzen investiert und freuen uns, dass die Gemeinde so offen auf unsere Vorschläge reagiert, gemeinsam mit uns über den Tellerrand hinausschauen und sich der Situation stellen will.“ Ein Hin- und Hergeschiebe der Verantwortung laste letztlich nur auf den Schultern der Kinder. Die Aktiven der Initiative seien überzeugt davon, dass „unsere Ideen gepaart mit der Bereitschaft der Gemeindevertreter und der Expertise der Träger“ viel bewirken können. Und: „Im Schulterschluss können wir ein Betreuungsangebot schaffen, das nicht nur für das dringend benötigte Fachpersonal hoch attraktiv ist, sondern auch für die Außenwirkung der Gemeinde.“

Nächste Veranstaltung

der Elterninitiative zum Thema „Erziehermangel“ ist am Dienstag, 25. April, ab 20 Uhr im Alten Hof, Fasanenstraße 4, Vaterstetten.

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