In Parsdorfer Geschäft

Narkosemittel in Kaffeepackungen entdeckt

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Da staunten die Kunden nicht schlecht: In Kaffeepackungen eines Parsdorfer Geschäfts entdeckten sie zwei Kilogramm gepresstes weißes, kristallines Pulver. Es handelt sich um ein Narkosemittel.

Parsdorf -  Die Kunden kauften den Kaffee am Donnerstag, 14. Dezember, bei einer Firma in Parsdorf in der Gemeinde Vaterstetten. Wie die Polizei mitteilt, erwirbt das Unternehmen nicht zustellbare Päckchen von Paketdiensten und veräußert die darin befindliche Ware dann an Endverbraucher weiter.

Die Käufer öffneten die Packungen am Freitag, 15. Dezember. Darin befand sich darin jedoch nicht, wie erwartet, hochwertiger Kaffee, sondern je ein Kilogramm gepresstes weißes, kristallines Pulver. Die daraufhin verständigte Polizei stellte die Substanz sicher. Bei einer Nachschau in den Verkaufsräumen des Händlers konnte eine weitere Kaffeeverpackung mit dem produktfremden Inhalt aufgefunden und sichergestellt werden.

Zunächst war unklar, um welche Substanz es sich handelt. Erste Tests im Hinblick auf Rauschgift verliefen negativ. Daraufhin veranlasste die ermittelnde Kriminalpolizei Erding weitergehende Untersuchungen beim Bayerischen Landeskriminalamt,  „da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich bei dem Pulver um einen anderen gesundheitsgefährdenden Stoff handeln könnte“, so ein Polizeisprecher.

Zwischenzeitlich haben diese Untersuchungen ergeben, dass es sich bei der Substanz um das Narkosemittel Ketamin handelt. Dieses Medikament, welches auch als Rauschdroge missbraucht wird, wurde im vorliegenden Fall offenbar von Kriminellen erfolglos an einen unbekannten Empfänger verschickt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass weitere Pakete in Umlauf geraten sind. Kunden werden gebeten, bei einer diesbezüglichen Feststellung die örtliche Polizeidienststelle zu verständigen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Marcus Brandt

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