Ein Mann führt Holzarbeiten durch
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Ein Mann führt Holzarbeiten durch (Symbolbild).

Wieder hohes Bußgeld

Baumfrevler müssen satte Strafe zahlen - Bürger sollen bei Verdacht auf illegale Fällung Polizei rufen

  • Robert Langer
    VonRobert Langer
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Die Rathausverwaltung Vaterstetten greift beim Baumfrevel durch – nicht zum ersten Mal. Jetzt gab es ein Bußgeld über einen fünfstelligen Euro-Betrag gegen einen Grundstückseigentümer und eine Firma. Zudem sollen Bürger bei der Verfolgung illegaler Abholzung helfen.

Vaterstetten - Vor gut einem Jahr hatte die illegale Fällung in der Hochwaldstraße in Baldham zu Entsetzen bei den Nachbarn geführt. Das Umweltamt und die Polizei seien an einem Freitagnachmittag informiert worden, dass ein Abbruchunternehmen nicht nur ein Haus für einen Neubau abreiße, sondern auch benachbarte Bäume per Kran entwurzele, so jetzt das Rathaus. Als die Arbeiten auf dem Baugrundstück eingestellt wurden, habe die Abbruchfirma bereits vier geschützte Bäume gefällt.

Nicht verhindert werden konnten Beschädigungen an den verbliebenen Bäume. Diese waren gravierend, wie ein Gutachter feststelle. Danach mussten weitere zehn Bäume, die durch Vaterstettens Baumschutz-Verordnung geschützt waren, gefällt werden.

Baumfällungen oft, wenn Ämter zu haben: Bürger sollen Hinweise geben

Gegen die Firma und den Grundstückeigentümer wurden Bußgeldverfahren eröffnet, die jetzt laut Rathaus nach Vorliegen der Gutachten und der Aussage des Grundstückseigentümers, abgeschlossen werden konnten. Zugute gehalten wurde den Verursachern, dass ein Teil der Bäume wegen des genehmigten Bauantrages hätten entfernt werden müssen und dass einige der illegal entfernten Bäume teils deutliche Vorschädigungen hatten.

Neben dem Bußgeld wurde der Grundstückseigentümer zur Nachpflanzung von elf Laubbäumen auf seinem Grundstück verpflichtet.

Da solche Abholzaktionen häufig am Freitagnachmittag oder Samstag stattfinden, zu Zeiten, in denen die Rathausverwaltung nicht besetzt ist, bittet die Gemeinde Bürger, in solchen Fällen nach der schriftlichen Behördengenehmigung zu fragen oder in begründeten Fällen die Polizei zu verständigen.

Erst im März hatte die EZ über die Folgen einer Abholzaktion in der Erika-Köth-Straße berichtet. Das Bußgeld belief sich auf einen mittleren fünfstelligen Euro-Betrag und eine ähnlich teure Nachpflanzung.

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