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Jeden Tag ein bisschen Weihnachten: Bei dieser Familie schaut das Christkind öfter vorbei

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Von: Robert Langer

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Rosa (4) und Johanna (6) sind ganz aufgeregt, freuen sich über viele Kleinigkeiten und Geheimnisse.
Rosa (4) und Johanna (6) sind ganz aufgeregt, freuen sich über viele Kleinigkeiten und Geheimnisse. © privat

„Ich habe das Christkind gesehen“, berichtet Rosa (4) ganz aufgeregt. „Es ist draußen vorbeigegangen und hat uns zugewinkt, in einem langen weißen Kleid und Locken im Haar.“ Auch ihre Schwester Johanna (6) hat das beobachtet. Aber ansonsten ist alles ein großes Geheimnis.

Hergolding - Am Hof der Familie Schmid in Hergolding (Gemeinde Vaterstetten) scheint das Christkind öfter vorbei zu kommen. Denn jetzt in der Vorweihnachtszeit kommt irgendwann in der Nacht immer etwas Neues für die adventliche Dekoration im Haus an, ein kleiner Engel beispielsweise. Für die Kinder stets eine Überraschung. So füllen sich nach und nach bis zum Heiligen Abend die Zimmer mit Schmuck. „Wenn das Christkind das bringt, sieht man es aber meistens nicht“, erklärt Mama Michaela (34). Die beiden Töchter nicken dazu ganz eifrig. Dann gibt es auch noch die Aufkleber, die an die Fenster kommen. „Alles in Gold, Sterne und Schneeflocken“, kündigt Johanna an. „Aber da müssen wir vorher noch die Scheiben putzen.“

Alles in Gold, Sterne und Schneeflocken

Die Jüngere sitzt auf dem Kanapee in der großen Wohnküche, blättert in einem Buch, die Ältere ist in der ersten Klasse der Schule in Parsdorf, macht am Tisch Hausaufgaben. „Ich habe dem Christkind schon einen Brief geschrieben“, erzählt sie stolz. Darin stehen ihre Wünsche. Auch einen besonderen Adventskalender gibt es mit kleinen Säckchen an einer Schnur, die über dem Geländer der Treppe hängt. „Da war schon mal ein Bonbon drin“, sagt Johanna. „Oder ein Radiergummi, oder ein kleiner Stift“, meint ihre Schwester. Papa Gerhard (33) ist währendessen mit dem einjährigen Anton im Stall.

Am liebsten Himbeer-Vanille-Tee

„Für uns ist der Advent eine etwas ruhigere Zeit“, sagt die Bäuerin. Die Kinder genießen es, gemeinsam in der warmen Stube Tee zu trinken, wenn es draußen kalt wird. „Am liebsten Himbeer-Vanille“, sagt Johanna. Und dann natürlich das Plätzchenbacken. Vanillekipferl sind für die große Tochter die Favoriten. Sie kennt sich genau aus. „Da macht man erst den Teig, dann kleine Kugeln und dann rollt man das.“ Anschließend wird gebacken. „Zum Schluss noch Zucker oben drauf.“ Dann kommt noch voller Vorfreude ein „Hmmm.“

Wenn das Glöckchen bimmelt

Gebastelt wird ebenfalls, auch Schmuck für den Christbaum. Doch den fertig geschmückten Baum dürfen die Kinder erst an Heiligabend sehen. „Da gibt es ein Glöckchen, das bimmelt“, weiß Johanna. Der Baum sei dann wunderschön. „Und darunter liegen die Geschenke.“ Ihre Schwester Rosa hat gleich ein doppeltes Fest. Sie ist nämlich zwei Tage vor Heiligabend geboren, hat also bald Geburtstag. „Da können wir ganz viel feiern.“ Mama Michaela ergänzt: „Für uns ist die große Familie sehr wichtig.“ Da werde es rund um Weihnachten viele Besuche geben, angefangen bei den Omas. Auf dem Dorf, auch wenn Hergolding ganz nach an der Stadt liegt, „ist es eben noch ganz anders“, sagt die Bäuerin. „Vielleicht hängt das ja auch mit der Landwirtschaft zusammen.“

Der nächste Höhepunkt ist für die Kinder, wenn nun die erste Kerze am Adventskranz angezündet wird. „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“, singt Rosa spontan und freut sich schon. „Gemeinsam singen ist schön“, sagt die Mama.

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