Vaterstettener Bauausschuss beschließt

Lkw dürfen nicht in neues Vaterstettener Wohngebiet

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Ein Durchfahrverbot für Lkw und Fahrbahnverengungen: Der Widerstand der Anlieger hat sich wohl ausgezahlt. Durch eine ganze Reihe von Maßnahmen soll der Verkehr im neuen Baugebiet eingebremst werden, wenn das Areal Vaterstetten Nord-Ost an der Johann Sebastian-Bach-Straße entwickelt wird.

Vaterstetten –  Auf einer Fläche von etwa zwei Hektar sind Reihenhäuser sowie mehrere Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Zudem geht es um Sozialwohnungen, eine Kindertagesstätte und zusätzliche Wohnungen für die Sozialeinrichtung „Haus an der Dorfstraße“. Das Bebauungsplanverfahren ist weit fortgeschritten. Leben sollen in der Siedlung laut Bürgermeister Georg Reitsberger einmal über 300 Menschen.

Die Anwohner der bestehenden angrenzenden Siedlung befürchten mehr Verkehr. Der derzeit geschotterten Parsdorfer Weg könnte nämlich, wenn er gut ausgebaut wird, eine attraktive Quer-Verbindung und Abkürzung zwischen der Dorfstraße und der Johann-Sebastian-Bach-Straße bilden.

„Wir haben mit den Anwohnern noch einmal Gespräche geführt“, betonte Bauamtsleiterin Brigitte Littke jetzt im Ausschuss. Die Betroffenen hätten sich ein Lkw-Durchfahrtverbot gewünscht. „Da haben wir keine Einwände. Wir finden das vernünftig“, so Littke. Zudem wurde der nördlich parallel zum Parsdorfer Weg liegende Föhrenweg in die Planung einbezogen. Diese Verbindung soll ertüchtigt werden.

Weitere geplante Maßnahmen für den Parsdorfer Weg: lärmmindernder Belag, eine versetzte Fahrbahn, ein durch farblichen Asphalt markierter verkehrsberuhigter Bereich, entsprechende Begrünung und eben ein Durchfahrverbot für Lkw.

Im Gremium stießen die Maßnahmen auf breite Zustimmung. Stefan Huber (CSU) dankte der Verwaltung für den „bunten Strauß an verkehrlichen Maßnahmen“. Huber hatte die zu erwartende Belastung kritisiert und die Einrichtung einer „Spielstraße“ vorgeschlagen. Roland Meier (Freie Wähler) betonte, er sei bisher gegen das Projekt gewesen. Die aktuelle Entwicklung sehe er jedoch als positiv für die Anlieger. So ähnlich beurteilen das auch die Grünen, sind jedoch weiter skeptisch. Derzeit sei man nicht für den Bebauungsplan, auch weil man nicht wisse, was gegenüber entstehe. Östlich der Johann-Sebastian-Bach-Straße gibt es Überlegungen zu Gewerbe- und Wohnbebauung. Beschlossen ist aber noch nichts.

Ein klares Nein kam von Herbert Uhl (Freie Wähler). Er habe das Projekt „von Anfang an abgelehnt“, so Uhl. Mit der Entwicklung seien die Vorgaben des Gemeindeentwicklungsprogramms „mehr als überschritten“. Mit dem GEP hatte sich die Kommune vor einigen Jahren Wachstumsziele gegeben. Uhl: „Ich bin der Meinung, dass nichts mehr gebaut werden darf.“ Der Ausschuss stimmte dem Bebauungsplan dennoch mehrheitlich zu.

Rubriklistenbild: © dpa / Klaus-Dietmar Gabbert

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