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Der Lichthof des Vaterstettener Rathauses wurde brandschutztechnisch ertüchtigt. 

Nach Brandschutz-Pause

„Clubbing“ im Rathaus Vaterstetten

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Nach der Brandschutz-Pause soll der Lichthof des Rathauses Vaterstetten wieder eine Stätte der Begegnung werden.  Noch fehlt das Ok des Gutachters. Das soll bis Mitte November vorliegen.

Von Robert Langer

Vaterstetten – Früher gab es den Kinderfasching und den großen Neujahrsempfang im Lichthof des Rathauses. Dann musste fast alles wegen Brandschutzproblemen eingestellt werden. 2011 war Schluss. Inzwischen wurden eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt. Unter anderem gibt es jetzt zusätzliche Türen ins Freie. Auch die Gänge, die wie Galerien um den Innenhof verlaufen, wurden durch Mauern und Fenster abgetrennt. Wenn die Experten die Veränderungen als ausreichend einstufen und die Prüfbescheinigung vorliegt, soll es wieder Veranstaltungen im Verwaltungsgebäude geben – in beschränktem Umfang.

Die Vorbereitungen laufen bereits. Unter anderem sind vier Ausstellungen pro Jahr vorgesehen. Die Künstler sollen durch eine Fachjury ausgewählt werden. Eine Einschränkung gibt es jedoch. Im Lichthof selbst dürfen keine Bilder aufgehängt werden, aus versicherungstechnischen Gründen. Das Glasdach ist nämlich undicht. Deshalb stehen auch immer wieder Eimer am Boden, in den die Tropfen vom Dach aufgefangen werden. Aber die Bilder können an den weißen Wänden in der ersten und zweiten Etage des Rathauses aufgehängt werden. Somit entstehe eine „Flanieren durch die Etagen“, wie die Verwaltung betont. 16 Bilder pro Etage sollen möglich sein. Zur Verfügung stehen soll der Lichthof auch für Lesungen, kleinere Konzerte oder Kleinkunst.

Neu ist ein weiterer Plan, nämlich „Rathaus-Clubbing“. Der Lichthof soll zu einem besonderen Treffpunkt werden. Ein DJ sorgt für entspannende Musik, Stehtische und bequeme Sessel sollen aufgestellt werden, so zumindest der Vorschlag von Kay Rainer im Rathaus auch für die Organisation von Veranstaltungen zuständig. Die Menschen sollen am Abend in Vaterstetten bleiben können und nicht nach München fahren müssen, so Rainer auf EZ-Nachfrage. Es geht einfach um die Möglichkeit eines „netten Zusammentreffen bei angenehmer Musik und guten Gesprächen“, so der Kerngedanke, Zunächst einmal sind drei Termine pro Jahr vorgesehen. Möglicherweise können zwischen 100 und 150 Gäste zugelassen werden. Das aber wird der Gutachter entscheiden. Abwechselnd sollen örtliche Vereine die Bar betreiben können. Damit könnte auch ein kleiner Zuschuss für die Vereinskasse erwirtschaftet werden, so Rainer. Als möglich sieht er auch farbige Lichtinstallationen im Innenhof. „Das ist bei den weißen Wänden gut möglich.“

Auch wenn der Lichthof des Verwaltungsgebäudes derzeit noch nicht genutzt werden kann, erfreuen sich die Rathaus-Konzerte großen Zuspruchs. Im kommenden Jahr feiert die ursprünglich für den Lichthof konzipierte Konzertreihe ihr 40-jähriges Jubiläum. Wann und ob die Veranstaltungsreihe in das Rathaus zurückkehren kann, ist noch offen. Derzeit werden andere Räumlichkeiten genutzt.

Organisator Kurt Schneeweis, ehemals Leiter der Musikschule, hat für das Jahr 2018 wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Der zuständige Ausschuss des Gemeinderats Vaterstetten beauftragter nun Bürgermeister Georg Reitsberger, die entsprechenden Künstlerverträge abzuschließen. Dafür werden Finanzmittel in Höhe von rund 60 000 Euro bereit gestellt. Im vergangenen Jahr wurden durch Eintrittsgelder insgesamt rund 58 000 Euro eingenommen.

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