Abgerissen werden die Schulgebäude an der Gluckstraße. Die Bücherei (im Bild rechts) soll aber zunächst noch stehen bleiben. Foto: Stefan Rossmann

Pläne im Bauausschuss vorgestellt

Neue Wohngebiete: Vaterstetten wächst weiter

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Rund 400 Bürger könnten künftig auf dem Gelände in Vaterstetten leben, auf dem heute noch Grund- und Mittelschule samt Schwimmbad stehen. Die maroden Gebäude an Gluckstraße und Johann-Strauß-Straße sollen abgerissen werden. Die Schule soll in ein neues Gebäude am Sportzentrum umziehen, das derzeit errichtet wird und 2019 bezugsfertig sein soll.

Von Robert langer

Vaterstetten –  Im Bauausschuss wurden nun Planungen für eine Neubebauung vorgestellt. Berücksichtigt wurde dabei, dass die ebenfalls in die Jahre gekommene Bücherei zunächst stehen bleiben kann. Wenn man einen Ersatzstandort habe und neu baue, könnte man die Einrichtung verlegen, so Bauamtsleiterin Brigitte Littke in der Sitzung. Auf dem dann frei werdenden Gelände könnte dann beispielsweise ein Café entstehen.

Baubeginn für die neue Siedlung könnte laut Littke 2020 oder 2021 sein.

Vorgesehen sind drei bis fünfgeschossige Gebäude. Integriert werden soll eine Kindertagesstätte. Möglich ist, diese in einem erdgeschossigen Bau unterzubringen. Oben drauf könnten dann Wohnungen entstehen. Aufgenommen werden soll zudem eine Anregung des Seniorenbeirats zu möglichem Projekten für ältere Mitbürger beziehungsweise generationsübergreifenden Wohnen. Wie dies umgesetzt werden kann, soll nun im weiteren Verfahren geklärt werden.

Vorgesehen ist zudem, auf etwa 30 Prozent der Fläche sozialen Wohnungsbau umzusetzen.

Stefan Ruoff (Grüne) erklärte, er halte die „massive Bebauung an dieser Stelle für sinnvoll“. Kritik kam von Herbert Uhl (Freie Wähler). Er hätte sich gewünscht, das gegenüberliegende Rossinizentrum in die Planungen einzubeziehen, um einen „größere und attraktivere Lösung“ zu finden.

In der gleichen Sitzung brachte der Ausschuss ein weiteres Siedlungsprojekt auf den Weg, das jedoch stärker umstritten ist. Das Gebiet „Vaterstetten Nordost“ liegt an der Johann-Sebastian-Bach-Straße östlich des Parsdorfer Wegs. Auf rund 22 600 Quadratmetern sollen unter anderem Reihenhäuser, Geschosswohnungsbau ein Kindergarten sowie ein Ersatzbau für die soziale Einrichtung „Haus an der Dorfstraße“ entstehen. Die Einrichtung muss ihren jetzigen Standort teilweise aufgeben, weil der Mietvertrag ausläuft. Laut Littke wird es für das Areal einen städtebaulichen Vertrag geben. Der Investor baut den Kindergarten, die Gemeinde erhält für den sozialen Wohnungsbau ein Belegungsrecht.

Kritische Stimmen kamen unter anderem von der SPD. So erklärte Maria Wirnitzer, die Johann-Sebastian-Bach-Straße sei als Umfahrung konzipiert worden. Der Kindergarten liege sehr nahe an der Straße. „Das ist ein bisschen problematisch.“ Auch Ruoff (Grüne) bemängelt die Nähe zur viel befahren Straße und hält das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Er schlug vor, das Vorhaben zu verschieben. Denn mit dem neuen Baugebiet Nordwest und der gerade beschlossenen Siedlung an der Gluckstraße gebe es schon einen deutlichen Einwohnerzuwachs. „Ich bin froh, dass wir jetzt einen Schritt weiter kommen“, erklärte hingegen Stefan Huber (CSU). „Wenn wir jetzt blockieren, weiss ich nicht, ob das ,Haus an der Dorfstraße’ überhaupt noch bestehen bleibt.“

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