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So schaut’s aus: Der Anbau des Feuerwehrhauses in Neufarn wird eine große Glasfront erhalten.

Vaterstettener Gemeinderat begeistert

Feuerwehr bekommt ein Schaufenster

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Auch Funktionsgebäude können ansprechend sein. Die Vaterstettener Gemeinderäte zumindest sind begeistert. Der Anbau des Feuerwehrhauses in Neufarn wird neben vielen funktionellen Verbesserungen als architektonische Besonderheit an der Seite eine größere Fensterfront erhalten.

Vaterstetten – Durch das von der Decke bis zum Boden reichende Glas kann von Außen das Einsatzfahrzeug gesehen werden, das in der neuen Garage steht. Allen Passanten ist damit klar, hier ist die Feuerwehr zuhause, von hier aus starten die Einsätze. Denn das Gebäude liegt am Ortsrand und ist gut sichtbar.

Veranschlagte Gesamtkosten für Sanierung, Umbau und Erweiterung: rund eine Millionen Euro. Wenn eine Sicherung von 15 Prozent eingebaut wird, steigt die Summe auf 1,15 Millionen Euro. Dieser Ansatz soll nun im Haushalt eingeplant werden.

Klar ist: Das vorhandene Feuerwehrhaus ist für die heutigen Anforderungen nicht mehr ausreichend. Die bisherige Garage ist für das aktuelle Löschfahrzeug zu klein. Hier sind derzeit zusätzlich zum Fahrzeug auch noch die Garderoben untergebracht. Die rund 70 Aktiven haben viel zu wenig Platz zum Umziehen. „Und die Aufgaben werden auch immer mehr“, betonte in der Sitzung CSU-Gemeinderat Benedikt Weber, der in Neufarn lebt.

Das gemeindliche Bauamt hat zusammen mit den Neufarner Floriansjüngern Möglichkeiten einer Erweiterung geprüft. Die konkreten Vorschläge hat Architekt Alexander Grund ausgearbeitet, der schon mehrere Projekte in der Gemeinde Vaterstetten umgesetzt hat, unter anderen die Umgestaltung der Brennerei Weißenfeld in eine Kindertagesstätte. Jetzt wurde das Projekt im Gemeinderat vorgestellt.

Im Wesentlichen wird das vorhandene Gebäude um eine Umkleide und eine Garage erweitert. Ein Keller ist nicht vorgesehen. Der gesamte Bestand soll genutzt und umgestaltet werden. Aus einer aktuell noch vermieteten Wohnung im Obergeschoss wird nach derzeitigen Plänen ein Aufenthaltsraum, der auch von anderen Vereinen im Ort genutzt werden kann. Aus dem bisherigen Stüberl wird das Büro, zudem sollen Räume unter anderem zum Trocknen der Einsatzkleidung entstehen. Der neue Anbau ist mit einem Flachdach versehen, das teilweise als Dachterrasse genutzt werden kann.

Der Hof wird umgestaltet. Künftig sollen das Feuerwehrhaus und der benachbarte Kindergarten räumlich getrennt sein, um Störungen und Gefährdungen ausschließen zu können.

„Das Gebäude ist am Ortseingang“, so Grund bei der Präsentation. Deshalb auch sein Vorschlag mit der auffälligen Glasfront. Die Mehrkosten für diese Lösung seien „nicht exorbitant“, so Grund auf Nachfrage. Er nannte einen Betrag von rund 5000 Euro.

„Das schaut super aus“, so die Reaktion von Stefan Huber (CSU). „Ich finde das architektonisch sehr gelungen“, meinte Renate Will (FDP). „Großes Lob an den Planer. Für den Ortseingang ist das sehr schön“, betonte Maria Wirnitzer (SPD). Zustimmung kam auch von Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler). Er habe sich immer dafür eingesetzt, für das Gebäude nach den günstigsten Lösungen zu suchen und sei auch in Ostdeutschland fündig geworden. Aber die jetzt vorgestellte Architektur „überzeugt mich“.

Ähnlich auch die Einschätzung von Ralf Schloemilch vom gemeindlichen Bauamt. Wenn man wegen Einsparungen auf die Glasfront mit geringen Mehrkosten verzichte, komme man von den Gesamtkosten von rund einer Million Euro „nicht weit weg“. Dafür habe man allerdings „ein sehr viel hässlicheres Gebäude“.

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