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Dank für das Engagement (v.l.): Heinz Gerrits, Heinz Bastian, Anja Feigl mit Petra Scheuring und Sarah Haiber (Musikschule), Jo Neunert, Philipp Soller, Bernhard Bichler, Rainer Götz und Bürgermeister Georg Reitsberger.

Neujahrsempfang in Vaterstetten

Bürgermeister lässt es krachen

Vaterstetten – Auf Harmonie und Ausgleich setzte Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger bei seiner Neujahrsrede im Saal des Seniorenwohnparks. Als eine der zentralen Aufgaben nannte der Rathauschef die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Vaterstetten – Auf Harmonie und Ausgleich setzte Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger bei seiner Neujahrsrede im Saal des Seniorenwohnparks. Als eine der zentralen Aufgaben nannte der Rathauschef die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

„Ein bayerischer Bürgermeister muss es g’scheid kranen lassen“, meinte Reitsberger zu Beginn seiner Rede. Dafür sorgten die Goaßl-schnalzer aus Berganger. Launig erklärte der Rathauschef auch, dass er sich als Bürgermeister über abergläubische Bedenken hinwegsetze und doch am Freitag den 13. einen Neujahrsempfang abhalte.

Dann lobte der Bürgermeister, der in die zweite Hälfte seiner Amtszeit geht, seine Verwaltung. Zudem bedankte er sich bei seinem Stellvertreter Martin Wagner für dessen Unterstützung.

Lautstarkes Brauchtum beim Empfang.

Als positiv wertete Reitsberger, dass sich das neue Gewerbegebiet in Parsdorf fülle und bisher kein Unternehmen die Entscheidung für diesen Standort bereut habe. Zwiespältig beurteilt der Bürgermeister den Siedlungsdruck, die explodierenden Grundstückspreise und die Nachverdichtung im Ort. Folgen seien zugeparkte Straßen und mehr Verkehr. Gleichzeitig sieht der Bürgermeister dringenden Wohnraumbedarf. Der soziale Wohnungsbau in „Nordwest“ könne nur ein Anfang sein. Aber auch die freie Landschaft habe einen hohen Stellenwert. Man müsse „bauen und bewahren mit Augenmaß und Vernunft“. Auch den Kindern und Kindeskindern müsse man noch einen „Hauch von Gartenstadt gönnen“.

„Wir sind eine anspruchsvolle Gemeinde geworden“, betonte Reitsberger zudem in seiner Ansprache. Die Kommune müsse eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen. Als Beispiel nannte er die Betreuungsangebote für Kinder.

Dem stellte Reitsberger die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde gegenüber. „Wir leben von der Hand in den Mund.“ Mögliche Reaktionen darauf wären die Ausweitung des Gewerbes oder ein Drehen an der Steuerschraube. Auch Einsparung sind ein Punkt. Reitsberger erwähnte in diesem Zusammenhang freiwillige Leistungen der Kommune für sportliche, soziale und kulturelle Angebote. Gleichzeitig betonte der Bürgermeister aber auch: „Ich bin stolz auf unser gemeindliches Vereinsleben. In unserer Gemeinde rührt sich was.“

Besonders hob Reitsberger die Arbeit des Offenen Hauses der Arbeiterwohlfahrt unter Leitung von Edith Fuchs hervor.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Ammerthaler Blasmusik sowie Anja Feigl und Sarah Haiber am Klavier. Beide sind Schülerinnen der örtlichen Musikschule. „Mir war wichtig zu zeigen, was für Talente wir haben“, so Reitsberger.

Für sein ehrenamtliches Engagement wurde Heinz Gerrits mit der neuen Ehrengabe „Ein Stück Heimat“ ausgezeichnet (wir berichteten bereits). Für seinen Einsatz beim „Verein aktiver Bürger“ erhielt Heinz Bastian einen Wappenlöwen der Gemeinde. Diese Auszeichnung überreichte Bürgermeister Reitsberger auch an Philipp Soller, der einen Surfer aus dem Münchener Eisbach gerettet hat. Mit der silbernen Ehrennadel wurde Jo Neunert ausgezeichnet, der nach 25 Jahren im Gemeinderat das Gremium verlassen hat. Geehrt wurden zudem die langjährigen Feuerwehrmänner Bernhard Bichler und Rainer Götz.

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