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In die Jahre gekommen: Um die Zukunft des Rossini-Zentrums geht es am morgigen Donnerstag im Gemeinderat Vaterstetten.

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Der Gemeinderat Vaterstetten debattiert am Donnerstag, 22. Juni,  über die Zukunft des Rossini-Zentrums. Dabei geht es auch um einen Vorschlag, den Standort für die Bücherei zu nutzen.

Vaterstetten– Das wird eine lange Nacht. Eine umfangreiche Tagesordnung hat sich der Gemeinderat Vaterstetten am kommenden Donnerstag, 22. Juni, vorgenommen. 21 Punkte stehen auf der Liste, von der Zukunft des Rossini-Zentrums bis zur künftigen Nutzung des alten Rathauses in Parsdorf. Los geht es um 19 Uhr zunächst hinter verschlossenen Türen in nichtöffentlicher Sitzung. Ab 19.30 Uhr zu Tagesordnungspunkt 7 ist dann auch die Öffentlichkeit zugelassen.

Einer der Punkte ist der Erlass einer Satzung für öffentliche Freiflächen, Grünanlagen und Kinderspielplätze. Bereits im Februar hatte der Gemeinderat beschlossen, dort unter anderem offenes Feuer, den Genuss alkoholischer Getränke sowie Lärm durch laute Musik und Bettelei zu verbieten. Die CSU als Antragsteller hatte in diesem Zusammenhang auf „untragbare Zustände am Baldhamer Wasserpark“ hingewiesen. Vor allem Jugendliche würden dort des Öfteren negativ auffallen. Vonseiten des Rathauses hieß es damals, eine Satzung mache nur Sinn, wenn ihre Einhaltung auch kontrolliert würde. Das sei mit dem vorhandenen Personal nicht umsetzbar. Möglicherweise müsste eine externe Firma beauftragt werden. Nun geht es am Donnerstag um die konkreten Regeln.

Konkret werden soll es auch beim Thema Rossini-Zentrum. Vor einem Jahr wurde bekannt, dass die Eigentümergemeinschaft des Zentrums über einen Abriss des Gebäudes aus der 1970er Jahren und einen Neubau an gleicher Stelle nachdenkt. Erneuter Schwung kam in die Debatte im Mai, als die örtlichen Grünen vorschlugen, an diesem Standort auch die Bücherei unterzubringen. Für die Einrichtung wird seit Längerem ein neuer Standort gesucht. Das marode Gebäude an der Johann-Strauß-Straße entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die daneben liegende Schule wird abgerissen. Die Bildungseinrichtung zieht in einen Neubau am Sportgelände um. Das frei werdende Gelände wird überplant. Dort sollen vor allem Wohnungen entstehen. Dabei ist aber das Areal der Bücherei ausgespart. In einem nachgereichten Antrag fordert nun die SPD, zusätzliche Alternativen für die Bücherei zu prüfen und bringt erneut den schon einmal in der Debatte stehenden Standort am Bahnhof Baldham ins Gespräch. Von entscheidender Bedeutung seit es, dass „endlich eine Lösung gefunden wird, die kostengünstig ist und die schnell umgesetzt werden kann, möglichst vor dem Abriss der Schulen in der Gluck- und Johann-Strauß-Straße“, so die Genossen. „Es wäre unwirtschaftlich, noch Geld in die Sanierung des bestehenden Büchereigebäudes zu stecken.“

Ein weiteres Thema ist die Zukunft des alten Rathauses in Parsdorf neben der Feuerwehr. Dort war die Gemeindeverwaltung untergebracht, nachdem die Kommune in der Alten Post am 26. Juni 1818 gegründet worden war. Die heutige Gemeinde Vaterstetten entstand erst mit der Gemeindegebietsreform 1978.

Kurzfristig auf die Tagesordnung genommen wurde der Plan für ein neues kleineres Gewerbegebiet. Ursprünglich war eine derartige Fläche im Anschluss an das neue Wohngebiet Nordost vorgesehen. Nun aber hat Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler) vorgeschlagen, dort ebenfalls Wohnungen zu bauen und für das Gewerbe Ersatzflächen im Bereich Vaterstetten-Ost östlich der Johann-Sebastian-Bach-Straße bereitzustellen. Die Debatte könnte spannend werden.

Zudem auf der Tagesordnung unter anderem: Anpassung der Bindungsfrist im Einheimischenmodell und Planvorstellung sowie Projektkosten für die neue Kindertagesstätte im Eberweg 3 in Baldham.

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