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Winterpause ist derzeit auf der Großbaustelle für die neue „Obstsiedlung“.

Ortsentwicklung Vaterstetten

Straßennamen für Obstsiedlung

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Vaterstetten  Vor allem nach Obstsorten werden die Straßen im neuen Wohnbaugebiet Vaterstetten „West/Nordwest“ benannt. Das beschloss jetzt der Gemeinderat. Die Entscheidung hatte einen teilweise turbulenten Vorlauf.

Im neuen Wohnbaugebiet Vaterstetten „West/Nordwest wird es künftig einen „Mirabellen-Hof“, einen „Kirsch-Anger“, einen „Nuss-Anger“, einen „Birnen-Anger“ und einen „Quitten-Hof“ geben. Die Straße im Einheimischen-Modell wird sinnigerweise „Obstwinkel“ heißen. Die Haupterschließungsstraße erhält den Namen „Pfarrer-Aigner-Allee“.

Der Geistliche Korbinian Aigner gründete 1908 den Hohenpoldinger Obstbauverein. 1930 wurde er Präsident des Obst- und Gartenbauvereins Oberbayern. Als Gegner Hitlers war er im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Nach 1945 war Aigner Landesvorsitzender des Bayerischen Landesverbandes für Obst- und Gartenbau. 1966 starb er in Freising.

„Obstbäume stehen für Gartenkultur“, betonte Bürgermeister Georg Reitsberger. Aigner habe auch Wurzeln in Vaterstetten: Eine seiner Großnichten wohne hier.

Die Benennung soll auch eine ganz praktische Auswirkung haben. Wie der Leiter des Vaterstettener Umweltamtes, Wolfgang Kuhn, erklärte, sind für den Grünstreifen rund um das neue Wohngebiet Streuobstwiesen vorgesehen. Dort würden dann auch wieder Baumpatenschaften vergeben. Derartige Projekte wurden in der Großgemeinde bereits mehrmals erfolgreich umgesetzt.

Die Namensvergabe hatte eine längere Vorlaufzeit. Schließlich beschäftigte sich ein Sonder-Ältestenrat mit dem Thema, aus dem der Vorschlag der Verwaltung hervorging. Ein Kerngedanke für die Namensgebung war, dem Gebiet eine einheitliche Struktur, einen „roten Faden“, zu verleihen. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen: Die Stichstraße zur Fasanenstraße erhält den Namen „Spatzenweg“. Und die Straße im an das Wohngebiet angrenzenden Gewebegebiet wird nach dem Vaterstettener Walter Bromberger benannt. Er war über viele Jahre SPD-Gemeinderat, aktiver Gewerkschaftler, langjähriger Vorsitzender des DGB-Ortskartells und des VdK. 

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