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Baustelle alarmiert Anlieger: Noch größeres Verkehrschaos am Gymnasium Vaterstetten befürchtet

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Von: Robert Langer

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Gesperrt wird ab Ende Februar die Zufahrt zur Tiefgarage der Hochhaussiedlung.
Gesperrt wird ab Ende Februar die Zufahrt zur Tiefgarage der Hochhaussiedlung. © sro

Die Tiefgarage an der Hochhaussiedlung in Vaterstetten wird ab Ende Februar rund ein Jahr lang saniert. Über 200 Autos müssen draußen parken. Stellplätze rund um Gymnasium werden rar.

Vaterstetten – Das Parkchaos ist programmiert. Es geht wohl um über 200 Fahrzeuge, die über mehrere Monate zusätzlich rund um das Areal der großen Wohnanlage an der Johann-Strauß-Straße ihn der Gemeinde Vaterstetten auf öffentlichen Straßen abgestellt werden könnten. Grund: Die dortige Tiefgarage wird saniert, die Autos müssen für die Bauphase raus. Ausweichparkplätze in größeren Umfang wurden den Bewohnern wohl nicht angeboten.

Ausweichparkplätze fehlen

Der Knackpunkt: Das umgebende Areal ist sensibel. Dort sind ein Kindergarten und das Gymnasium, und um die Verkehrssituation der Umgebung wird schon länger diskutiert. Ein Stichwort nur: Einbahnstraßenregelung.

Baustart Ende Februar

Hintergrund: Die Sanierung der Tiefgarage ist durch die Eigentümerversammlung beschlossen. Los geht es am Montag, 28. Februar. Die Baumaßnahme könnte voraussichtlich bis Ende Januar 2023 andauern. Ab dem Beginn der Arbeiten dürfen keine Fahrzeuge mehr in der Tiefgarage abgestellt werden. So steht es zumindest auf einem Aushang in der Wohnanlage.

Reaktion der Gemeinde

„Die Fahrzeuge werden wahrscheinlich im öffentlichen Raum parken“, so die Reaktion von Vaterstettens Bürgermeister Leonhard Spitzauer auf EZ-Anfrage. „Mir ist nicht bekannt, dass die Hausverwaltung den Eigentümern eine Alternative bieten kann.“ Er habe Kontakt mit der Hausverwaltung aufgenommen und gefragt, ob sie alternative Parkmöglichkeiten anbieten würden. „Das wurde zum damaligen Zeitpunkt leider verneint.“ Die Gemeinde Vaterstetten habe leider keine Flächen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung, um der Eigentümergemeinschaft diese anbieten zu können. Dennoch wird die Gemeinde wegen möglicher Beeinträchtigungen wohl reagieren. „Die kommunale Verkehrsüberwachung wird ein verstärktes Auge auf den parkenden Verkehr in diesem Bereich haben. Der Polizei kennt das Thema ebenfalls“, so Spitzauer.

Hausverwaltung: Bauantrag genehmigt

Die Hausverwaltung mit Sitz in München erklärte: „Die Tiefgarage ist Baujahr 1973 und muss saniert werden, um die Standsicherheit zu erhalten. Für die Sanierung wurde bei der zuständigen Baugenehmigungsbehörde ein Bauantrag gestellt.“ Dieser sei genehmigt worden. „Wir haben in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Ingenieurbüro intensiv geprüft, ob eine Aufteilung in Bauabschnitte möglich ist und Sinn macht. Leider konnte keine Variante erarbeitet werden, die die Räumung der gesamten Garage verhindert oder die Bauzeit verkürzt.“

Parken in Nebenstraßen

Auf die EZ-Nachfrage, wo die Fahrzeuge denn im Zeitraum der Baumaßnahmen abgestellt werden sollen, hieß es: „Wir haben gemeinsam mit der Gemeinde über Alternativflächen nachgedacht, leider gibt es dort keine Flächen, die wir verwenden könnten.“ Die Ausweichmöglichkeiten für das Parken müssten daher über die anliegenden Nebenstraßen erfolgen, wie bereits bei anderen Tiefgaragensanierungen im Gemeindegebiet. „Mit der Polizei haben wir bisher keine Gespräche geführt.“

Bedenken der Anwohner

Aus dem Rathaus hieß es, es gebe inzwischen bereits eine ganze Reihe besorgter Anrufe von Anwohnern. „Das ist ein riesiges Thema.“ Nach Informationen der EZ haben vor allem ältere Bewohner Bedenken, wo möglicherweise wegen der belegten Parkplätze Fahrzeuge von Lieferservice-Firmen und Sozialdiensten halten oder auch Besucher parken könnten.

Rathaus: Mehr Kontrollen

In der Verwaltung denkt man offenbar darüber nach, Parkverbote im Umfeld zu erlassen. Weitere Maßnahmen, also andere Verkehrsregelungen, müsse man prüfen. Das sei abhängig davon, wie sich die Situation entwickle.

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