Das Parken vor der Kirche, wo hier gerade ein Markt stattfindet, soll neu geregelt werden. Foto: sro

Parken am Kirchenvorplatz in Vaterstetten wird künftig kontrolliert

Vaterstetten - Der Verkehrsausschuss des Gemeinderats geht gegen untragbare Zustände vor und droht mit strengen Kontrollen. Autofahrer sollten sich in Acht nehmen.

Mit dem Vorplatz der Vaterstettener Kirche hat sich der Straßen- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats befasst. Sachgebietsleiter Manfred Weber informierte darüber, dass der Platz in seiner ursprünglichen Planung vornehmlich dem Aufenthalt der Kinder aus dem benachbarten Kinderhaus dienen sollte. Ein Teil des Platzes ist kirchliche Privatfläche, der größere Teil ist Gemeindeeigentum. Hier wurden elf Parkplätze ausgewiesen.

Der Hol- und Bringverkehr des Kinderhauses sollte eigentlich über den großen Parkplatz an der Möschenfelder Straße stattfinden. „Das hat sich aber nicht bewährt“, so Weber. Die Folge: Der Platz, der als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen ist, wird permanent zugeparkt. Das ist nicht nur nicht erlaubt, sondern führt auch zu gefährlichen Situation, denn weder ist ein Rettungsweg gegeben, noch können Lieferfahrzeuge dort wenden. So muss der Lkw, der täglich das Essen für die Kindergartenkinder bringt, meist rückwärts wieder in die Wendelsteinstraße ausfahren, was aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens sehr gefährlich ist. Auch der Erker des Winkelbaus hat schon Schaden genommen, weshalb der Eigentümer des Winkelbaus nun mit rechtlichen Schritten gegen die Gemeinde droht.

In gemeinsamen Gesprächen mit Kirchenvertretern wurde nun ein neuer Stellplatzplan ausgearbeitet, der weitere acht Stellplätze vorsieht, davon drei für Schwerbehinderte. Diese Stellplätze sollen werktags von sieben bis 18 Uhr einer Parkzeitbeschränkung auf zwei Stunden unterliegen. Vor der Kirche und den angrenzenden Gebäuden des Pfarrzentrums bleibt aber eine größere Fläche frei, die auch als Rettungsweg dient. Um das widerrechtliche Parken entlang der Kirchenmauer gegenüber dem Winkelbau zu unterbinden, soll hier eine zusätzliche Zick-Zack-Markierung aufgebracht werden.

„Warum ahndet man das nicht jetzt schon, wenn dort illegal geparkt wird?“, wollte Jo Neunert (SPD) wissen. Weber erläuterte, dass der Bedarf an Parkplätzen so groß sei, dass man hier bisher ein Auge zugedrückt habe, auch in Abstimmung mit der Kirche. Die neue Regelung solle aber künftig streng überwacht und bei Verstößen auch entsprechend geahndet werden. Der Ausschuss billigte diese Planung. Sobald die neuen Markierungen aufgebracht sind, müssen Autofahrer also genau darauf achten, wo sie ihr Auto abstellen.

Susanne Edelmann

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