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Der Saal war voll in der Alten Post in Parsdorf.

Bürgerversammlung

Anlieger in Parsdorf: „Das ganze Gewerbegebiet klappert“

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Parsdorf - Die Parsdorfer (Gemeinde Vaterstetten) bewegen vor allem Verkehrsthemen, aber auch laute Kanaldeckel und Löcher in der Straße.

„Das ganze Gewerbegebiet klappert“, erregte sich ein Anlieger bei der Bürgerversammlung in Parsdorf (Gemeinde Vaterstetten) am Montagabend. Es geht um Kanaldeckel für Sickerschächte in der Münchener Straße. Laut Manfred Weber, im Rathaus Vaterstetten für den Tiefbau zuständig, wurde dort zur Dämpfung ein Ring aus Neopren eingebaut. Durch den Schwerlastverkehr hat dieses Dämmmaterial aber offensichtlich gelitten. Weber erklärte, es handle sich um eine Kreisstraße, also sei das Bauamt Rosenheim zuständig. Zudem handele es sich nur um zwei Kanaldeckel. Das aber wollte der Anlieger so nicht gelten lassen. 

Das Problem der Zuständigkeit zeigte sich auch bei einem anderen Punkt. Ein Schülerloste wies darauf hin, dass bei der Ampel an der Kirche in Parsdorf viel zu schnell gefahren werde, vor allem morgens wenn die Schulkinder dort unterwegs seien. Autos seien dort „mit 60, 70 durch Parsdorf“ unterwegs. Und auch Lkw hätten eine zu hohe Geschwindigkeit. „Es muss zuerst mal ein Unfall passieren, damit die Behörden aufwachen“, so seine Kritik. „Wenn ein Kind zusammengefahren wurde, dann geht das Geschrei los.“ Zudem sei die Ampel kaputt. „Ich darf da keinen Auftrag erteilen, das ist nicht meine Ampel“, so Weber. Für die Straße ist ebenfalls der Landkreis zuständig. Das Rathaus will sich aber dennoch um das Problem kümmern.

Schnell reagiert hat die Verwaltung in einem anderen Punkt. Dabei geht es um ein Loch im Fahrbahnbelag des Birkenwegs in Parsdorf. Diesmal ist es eine Gemeindestraße. Und der Straßenkontrolleur sei auch am Dienstag schon vor Ort gewesen, erklärte Weber gestern gegenüber der Ebersberger Zeitung.

Sehr viel ruhiger als in den vergangenen Jahren lief die Diskussion um das große Umfahrungsprojekt Parsdorf/Weißenfeld. Einige Bürger haben aber durchaus noch Bedenken.

Ein weites Thema war die schwierige Situation bei der Kinderbetreuung. Georg Kast, persönlicher Referent von Bürgermeister Georg Reitsberger, räumte ein, dass einige Träger offensichtlich Probleme hätten, das notwendige Personal für die Einrichtungen zu bekommen. „Der Fachkräftemangel ist gravierend“, so Kast. Eine Zulage zum Lohn als Lockmittel werde die Kommune jedoch nicht zahlen. Bei den Trägern der Einrichtungen gebe es dazu aber unterschiedliche Auffassungen.

Die Bürgerversammlung fand übrigens im Saal der Post in Paldham statt. Die Gaststätte im Eigentum der katholischen Kirche ist derzeit eigentlich geschlossen. Sie sei aber wichtig für die Identität des Ortes, so Bürgermeister Reitsberger. Der Gemeinderat habe jetzt in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, mit der Kirche zu verhandeln. Für die Bürgerversammlung wurde der Saal extra aufgesperrt. Für die Getränke sorgte die Feuerwehr. Er gab Gekühltes aus Flaschen, aber keine Gläser.

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