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Großes Theater in der „Alten Post“: Aufführung des Stücks „Kartoffelklauber“ im vergangenen Herbst. 

Parsdorfer Brettlbühne sagt Aufführungen für Frühjahr ab 

Der Vorhang bleibt vorerst zu

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Das Stück war ausgesucht, die Rollen waren schon besetzt. Aber die Parsdorfer Brettlbühne hat die geplanten Aufführungen für dieses Frühjahr abgesagt.

Parsdorf  – Der Grund für die Absage sind die Bauarbeiten an der „Alten Post“ in Parsdorf, von denen auch der Saal betroffen ist, in dem der Verein üblicherweise zwei Mal im Jahr, im Frühling und Herbst, jeweils an mehreren Wochenenden Theater spielt.

Hintergrund: Seit 2014 ist die sanierungsbedürftige Post, damals noch im Eigentum der Kirche, nach Differenzen mit dem damaligen Pächter geschlossen. Zudem ging es um mögliche Baumängel. Die Brettlbühne musste sich mit provisorischen Lösungen behelfen, um im Saal spielen zu können, zuletzt sehr erfolgreich im Oktober/November vergangenen Jahres mit dem Stück „Kartoffelklauber“.

Inzwischen hat Karl „Charly“ Müller die Immobilie erworben. Schon als Kirchenpfleger kannte er das Traditionsgasthaus genau. Jetzt wird intensiv saniert (wir berichteten). Eröffnung soll an Christi Himmelfahrt (Vatertag), am Donnerstag, 10. Mai, sein.

„Eigentlich wollten wir im März Theater spielen“, erklärt Regisseurin Anni Drescher auf Anfrage der Ebersberger Zeitung. Dann habe es geheißen Mitte April oder Anfang Mai. „Ich hatte schon mit der Gemeinde wegen des mobilen Podiums gesprochen, das wir für die Bühne nutzen.“ Aber auch dieser angepeilte Termin konnte nicht gehalten werden. Die Aufführungen noch später, also beispielsweise in den Juni zu verlegen, hätte wenig Sinn, so Drescher. Da würden die Leute am Abend, wenn es länger hell und schon warm sei, lieber etwas draußen unternehmen, als ins Theater zu gehen.

Wasser und Heizung abgestellt

Zwar sei der Saal nicht direkt von den Umbaumaßnahmen betroffen, so Drescher. Aber wegen der Sanierung seien Wasser und Heizung abgestellt und die sanitären Einrichtungen könnten nicht genutzt werden. „Das ist alles miteinander verbunden, ein Kreislauf, auch mit dem Saal.“ Deshalb jetzt die Absage für das Frühjahr. „Glücklicherweise haben wir noch keine Plakate oder Eintrittskarten drucken lassen“, so Drescher. Das sei ihr schon einmal passiert, damals, als die Post geschlossen und gesperrt wurde. „Einmal reicht.“

Drescher freut sich aber, dass die „Alte Post“ samt des Saals nach Renovierung und Umbau nun wieder eine Zukunft hat. „Ich habe auch schon mit dem künftigen Wirt gesprochen. Ich bin ganz zuversichtlich.“ Geklärt sei jedoch noch nicht, welche Auflagen es für den Verein geben werde und was die Nutzung des Saals koste.

Ruhepause soll nicht zu lang werden

Im Gespräch sei, eine eigene Bühne im Saal einzubauen. „Wir können das nicht bezahlen“, so Drescher. Und so lange man das mobile Podium der Gemeinde nutzen könne, sei dies auch nicht dringend notwendig.

Drescher will jetzt aber keine lange Ruhepause einlegen. Die Vorbereitungen für den Herbst sind nämlich schon angelaufen. „Wir werden nicht das gleiche Stück spielen, das wir jetzt für das Frühjahr vorgesehen hatten“, erklärt die Regisseurin. Berücksichtigen müsse sie auch, dass viele von den Schauspielern, die jetzt auf der Bühnen gestanden hätten, im Herbst auch dabei sein wollen. Und weitere Spieler würden hinzukommen. Bedeutet wohl, das Drescher ein Stück mit vielen Mitwirkenden aussuchen wird.

Entschieden hat sie sich noch nicht. „Wir haben ja noch etwas Zeit.“ Aber dann heißt es hoffentlich wieder „Vorgang auf“ in der „Alten Post“ in Pardsorf.

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