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Standkonzert in der neuen, noch nicht ganz fertigen Turnhalle: Landrat Robert Niedergesäß war begeistert von den Darbietungen der jungen Musiker.

Realschule Vaterstetten 

Blasmusik auf der Baustelle

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Vaterstetten – Richtfest für die Erweiterung der Realschule Vaterstetten: Zeitplan und Kostenrahmen werden eingehalten. Zum neuen Schuljahr soll die Erweiterung in Betrieb gehen. Danach wird die bisherige Turnhalle saniert

Kraftvoll klingen die Töne der Bläserklasse im Rohbau der neuen Turnhalle der Realschule Vater-stetten. Richtfest. Ein Tag der Freude. Das Gesamtprojekt mit Erweiterung und Sanierung ist voll im Zeitplan, auch der Kostenrahmen von rund zwölf Millionen Euro wird bisher eingehalten. Auf anderer Ebene laufen jedoch Diskussionen, wie es mit dem Zweckverband Realschule Vaterstetten, zu dem als Träger neben dem Landkreis Ebersberg auch der Landkreis München sowie die Gemeinden Haar und Grasbrunn gehören, überhaupt weiter geht. Hintergrund ist ein möglicher Neubau einer Realschule in Haar. Dabei geht es auch ums liebe Geld. 

Noch wird an vielen Ecken an der Schule in Vaterstetten gebaut. Doch zu Beginn des kommenden Schuljahres sollen die neuen Klassenzimmer, die Fachräume und die Mensa für den Ganztagsunterricht fertig sein. Auch bei der zusätzlichen Turnhalleneinheit, in der jetzt die Feier stattfand, liegen die Arbeiten im Plan. Davon konnten sich die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung bei einem Rundgang im Rahmen der Verbandssitzung am Dienstag überzeugen.

Wie Projektsteuerer Erwin Kuhn in Aussicht stellte, sollen während der Prüfungszeiten an der Schule die Bauarbeiten ruhen, um die Schüler nicht zu stören. Nach den Erweiterungsbauten folgt die Sanierung der bestehenden Zweifachhalle. Diese Maßnahme soll schneller als bisher geplant, nämlich wohl schon im Februar kommenden Jahres abgeschlossen werden. In der Zwischenzeit könnte ein Teil des Sportunterrichts in der nahen Zornedinger Halle stattfinden. Unterstützung sicherte in der Versammlung auf Anfrage von Rektorin Anita Ruppelt der Zornedinger Bürgermeister Piet Mayr zu. Bisher war in der Zornedinger Halle der Sportunterricht des Gymnasiums Kirchseeon ausgelagert, weil in der Halle in der Marktgemeinde Flüchtlinge untergebracht waren. Die Gymnasiumshalle werde nun geräumt, erklärte Landrat Robert Niedergesäß in der Sitzung. Die Flüchtlinge werden nach Pliening verlegt, das Gymnasium kann seine Halle wieder selbst nutzen, in Zorneding werden Kapazitäten frei. Bei einer weiteren Anfrage erhielt Ruppelt ebenfalls positive Signale. Es ging um die Ausstattung des Musiksaals mit Instrumenten. Darüber werde man in der nächsten Versammlung beraten, so der Landrat.

Beim Richtfest betonte Architekt Peter Schwinde, man könne wohl nicht nur den Zeitplan und den Kostenrahmen einhalten. Auch die „Qualität passt“. Landrat Niedergesäß verwies nochmals darauf, wie notwendig die Erweiterung ist. „Die Schule platzt aus allen Nähten.“

Derzeit ist der Träger der Schule ein Zweckverband aus dem Landkreis Ebersberg, dem Landkreis München sowie den Gemeinden Haar und Grasbrunn. Hintergrund ist, dass derzeit rund 34 Prozent der Schüler der Realschule Vaterstetten aus dem Nachbarlandkreis kommen. Doch diese Situation könnte sich ändern, wenn in Haar eine neue Realschule gebaut wird. Laut Niedergesäß gibt es zwei Möglichkeiten. Der bestehende Zweckverband wird erweitert oder der Landkreis Ebersberg übernimmt die Realschule in Vaterstetten „zu 100 Prozent“ und zahlt die bisherigen Partner aus. Um hier eine Entscheidung treffen zu können, brauche man aber transparente „Bewertungsmaßstäbe“. Es gebe noch keine konkreten Zahlen. Die hätte man aber erst nächsten Jahr.

 Doch im Landkreis München sieht man das wohl teilweise anders und will die Zahlen schneller. Es geht dort auch um die Debatte um die Realschule Haar und deren Finanzierung. Niedergesäß: „Wir nehmen die Diskussion im Landkreis München mit gespanntem Interesse zur Kenntnis."

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