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Wird gut angenommen: Die Bücherei Vaterstetten. Jetzt gibt es sechs Vorschläge.

Sechs Vorschläge und noch keine Lösung

Nächstes Kapitel in der Bücherei-Debatte

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Es kommt Bewegung in die Diskussion um die Gemeinde-Bücherei Vaterstetten. Eine Lösung gibt es noch nicht.

Vaterstetten – Die Einrichtung ist jetzt in einem Gebäude an der Johann-Strauß-Straße untergebracht, das jedoch marode ist. Auch der Platz ist begrenzt. Im Gemeinderat wurden nun sechs mögliche Alternativen vorgestellt. Dabei war eine leichte Tendenz für einen Vorschlag festzustellen. Wenn die Schule neben der Bücherei abgerissen wird, könnte dort eine neue Bücherei errichtet werden. Auf dem Schulgelände ist als Nachfolgenutzung Wohnbebauung vorgesehen. Nach einem Bücherei-Umzug könnte das ehemalige Grundstück auch neu genutzt werden.

Das finde er interessant, so Stefan Ruoff (Grüne). „Am gleichen Standort in neuen Räumen“, fasste CSU-Fraktionssprecher Michael Niebler zusammen.

Möglich wäre laut der Zusammenstellung aus dem Rathaus in dieser Variante eine Nutzfläche von rund 1000 Quadratmetern. Die jetzige Bücherei verfügt über 560 Quadratmeter. Baubeginn könnte im Jahr 2021 sein, Fertigstellung 2023. Zuvor muss aber die neue Schule am Sportzentrum fertig sein. Die Schüler von Grund- und Hauptschule Johann-Strauß-Straße/Gluckstraße müssen umziehen und die alten Schulgebäude müssen abgerissen werden.

Auslöser der Debatte war eine Anfrage der Grünen, ob man die Bücherei nicht in einem neuen Rossinizentrum unterbringen könnte. Die Eigentümer der Immobilie planen einen Neubau mit Läden und Wohnungen. Möglich wäre, die Bücherei dort zu integrieren oder auf einem angrenzendes Grundstück im Eigentum der Gemeinde neu zu bauen.

Von der SPD kam der Vorschlag, mögliche Standorte am Bahnhof Baldham zu prüfen. Die nördliche Variante soll weiter untersucht werden. Ein Standort südlich der Bahn scheidet laut Rathaus aus, weil die verfügbaren Flächen einen zu engen Zuschnitt haben. Weiter im Rennen ist ein Standort im Ortszentrum von Vaterstetten. Derzeit wird eine Planstudie für das Areal erarbeitet, die im Dezember im Gemeinderat vorgestellt werden soll. Schon mehrmals gab es dort Planungen, zuletzt für ein neues Rathaus, einen Bürgersaal und eine Bücherei sowie Einzelhandel, Gewerbe und Wohnen. Umgesetzt wurde das nicht. Zwar gab es einen Gewinner in einem Planer/Investor-Wettbewerb. Die siegreiche Firma musste jedoch wenig später Insolvenz anmelden.

Vom Tisch zu sein scheint, die Bücherei am jetzigen Standort zu sanieren.

In der Sitzung gab es auch kritische Worte. Herbert Uhl (Freie Wähler) mahnte an, man müsse erst nachdenken, welche Ansprüche man an die Einrichtung stelle. Aktuelle Überlegungen gingen in Richtung Veranstaltungszentrum. Das sollte man dann mit einem „Bürgerzentrum“ verbinden. Renate Will (FDP) betonte, sie halte nichts von Einzelanträgen und forderte ein Gesamtkonzept für Vaterstetten. Alles andere wäre „nur eine Stopselei“.

Josef Mittermeier (SPD) erklärte: „Die Untersuchung hat uns einen Schritt weiter gebracht.“ Zwei Varianten könne man ausschließen. Bei den anderen Standorten solle man die Untersuchung vertiefen. „Wir müssen weiterkommen, das sind wir der Bücherei schuldig.“ Der jetzige Zustand sei kein Ruhmesblatt für die Gemeinde.

In einem halben Jahr sollen nun weitere Ergebnisse vorgelegt werden.

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