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Wegweisend sollen die Umbauarbeiten sein, die im Seniorenwohnpark Vaterstetten anstehen.

Seniorenwohnpark in Vaterstetten

Alles wird moderner

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Vaterstetten  - Neue Bäder, größere Zimmer, gedämmtes Dach und zusätzliche Mitarbeiterwohnungen: Der neue Betreiber des Seniorenwohnparks in Vaterstetten hat viel vor.     

 „Das kam jetzt ganz überraschend“, so Bauamtsleiterin Brigitte Littke im Vaterstettener Bauausschuss. Im Seniorenwohnpark an der Fasanenstraße 22 bis 28 stehen unter dem neuen Betreiber erhebliche Umbauarbeiten an. Dazu muss jedoch der Bebauungsplan geändert werden. Der Ausschuss stimmte zu. Es geht um ein rund 22 500 Quadratmeter großes Gelände. Die Einrichtung bietet 86 Appartements im betreuten Wohnen (Einzel- oder Doppelappartement) sowie 173 Pflegeplätze.

„Nach dem Wunsch des Eigentümers soll der Seniorenwohnpark Vaterstetten zu einem der besten Pflege- und Seniorenzentren Bayerns entwickelt werden“, so das Bauamt. Die Wohn- und Pflegebereiche, insbesondere die Bäder, sowie der Festsaal sollen modernisiert werden. Zudem soll ein „genehmigungskonformer Zustand“ hergestellt werden. Bei einer aktuellen Begehung wurde nämlich laut Bauamt festgestellt, dass in einem der Gebäude Zimmer im Erdgeschoss und Obergeschoss, ursprünglich nur als Gästehaus genehmigt, als Pflegezimmer umgenutzt wurden. Angesichts der gesetzlichen Anforderungen müssen zudem 24 Zimmer vergrößert werden. Im Bereich der Dachgeschosse sollen Mitarbeiterwohnungen geschaffen werden. Die Dächer sollen erneuert und wärmegedämmt werden. Wie die Pläne im Detail aussehen, ist aber noch nicht bekannt.

Das Problem: Ein Teil der wesentlich in den 1980er-Jahren errichteten Anlage steht auf einer Fläche, die bisher als Gewerbegebiet ausgewiesen ist. Nach dem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2002 sind im Gewerbegebiet aber Seniorenpflegeheime wegen der wohnähnlichen Unterbringung der betreuten Personen unzulässig. Die Genehmigung einer Wohn- oder Pflegenutzung in den Teilbereichen an der Fasanenstraße 22 und 24 sei demnach nicht möglich. „Ich würde davon abraten, das zu genehmigen“, so Littke.

Dieses Problem kann aber durch die Änderung des Bebauungsplanes gelöst werden. Aus einem Teilbereich soll so zum Beispiel rechtlich ein Wohngebiet werden. Die in diesem Teil der Gesamtanlage derzeit untergebrachten Läden wären auch weiterhin erlaubt.

Im Ausschuss stieß die vom Bauamt vorgestellte Lösung auf Zustimmung. Gemeinderat Manfred Schmidt (FBU/AfD) meinte: „Ich verbinde damit die Hoffnung, dass die Situation der Pflegebedürftigen verbessert wird“ und dass die aktuelle Leitung die Entwicklung auch „zum Anlass nimmt, mehr Personal einzustellen“. Reaktion von Bürgermeister Georg Reitsberger (FW): „Darum auch die Wohnungen für das Personal.“

Nun startet das Verfahren. Die Kosten für die Änderung des Bebauungsplanes sowie etwaiger Gutachten muss der Grundstückseigentümer übernehmen.

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